Sparkasse. 407
, fassen betraf, als der Verfasser dieses schrieb, haßsie ihre ZahlungS-Verpflichtungen nicht erfüllte»- warin Preußen, so auch wohl in dem übrigen Deutsch-lande, wo dergleichen Anstalten errichtet worden, Folgedeö Krieges, der, wenn auch nicht ganz diese Anstal-ten vernichtete, doch ihre Quellen verstopfte rc. Daßübrigens auch dabei nicht Unredlichkeiten vorgefallenseyn sollten, und man diese Zeitereignisse hier und danur benutzt hat, um sich selbst mit den Sparkassen zubereichern, kann man wohl nicht in Abrede stellen; in-dessen sind unglücklich geführte Kriege und dergleichenHauptereignisse, die auf das äußere und innere Lebeneiner Nation wirken, doch keine so häufige Erscheinun-gen, und daher dergleichen Anstalten, wenn sonst ihreEinrichtung zweckmäßig und solide ist, nicht ganz.zuverwerfen, wenn gleich auch eingestanden werden muß,daß man gerade in einer solchen Zeit die Früchte sei-ner Ersparungen oder Ersparnisse am nöthigsten ge-braucht. Wenn daher in der Haude- und Spe-nerschen Zeitung vom Jahre 1812, Nr. 17, derVorschlag gethan wird, daß man eine allgemeineSparbüchse, Sparkasse, errichten möge, um womöglich Unglück und Jammer, dessen es so viel in derWelt und besonders jetzt giebt, abzuwenden, oderzu erleichtern, so ist dieses wohl auf solche Zeiten, wieoben angeführt worden, nicht anwendbar; denn ge-rade in diesen bedrängten Zeiten zahlte keine Kasse,alle andere Einnahmen, viele bürgerlichen Gewerbestockten mehr oder minder, und viele Familien versan-ken in die äußerste Dürftigkeit, in Armuth, weil .sienirgends Hülfe fanden. In der KriegeSperiode, in denersten Lüstres dieses Jahrhunderts, erhoben sich meh-rere Stimmen gegen alle öffentliche und Privat-An-stalten zur Unterstützung Hinterbliebener, wie dieWitt -wen-Kassen, Sterbekassen rc., weil sie, wieauch schon oben angeführt worden, in der »»glücklich-