Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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40S Sparkasse.

sten Periode, wo die Noth am höchsten war, nichtzahlten; allein man war zum Theil ungerecht gegendiese Anstalten, weil ihnen selbst die Gelder ausblie-ben ; obgleich bei einigen Privat-Anstalten wohl andereBewegungsgründe vorhanden seyn mochten, die dannimmer mit den Zeit-Ereignissen entschuldiget werden,oder vielmehr diese Ereignisse müssen als Bollwerk die-nen , wohinter sich dann die Unredlichkeit der Vermal-tungsbeamten flüchtet. Indessen sind diese Falle, dievorgekommen sind, nur Einzelnheiten, und können unddürfen daher kein falsches Licht aus diese Anstaltenwerfen; denn es lag nicht an den Anstalten selbst, nichtan-ihrer Zweckmäßigkeit, sondern am Eigennutz undder unredlichen Verwaltung der Beamten. Anstaltendieser Art wirken immer wohlthätig, verbreiten Heiter-keit in manchen Familien auf die Zukunft, und trock-nen manche Thräne, die im stillen einer trüben Zu-kunft floß. Ihre Wichtigkeit bewiesen schon die altenStiftungen dieser Art von unsern Vorfahren. In Hol-land gab es gewiß in der blühenden Periode seinesHandels die wenigste Ursache zur Errichtung von der-gleichen Wohlthätigkeits-Anstalten, und dennoch fandman nirgends mehr dergleichen Stiftungen, als geradein diesem Lande; ein sicherer Beweis für ihre Zweck-mäßigkeit, weil der Kaufmann Alles berechnet, undnur das annimmt, woraus wirklicher oder sicherer Ge-winn fließt, also sind auch dergleichen Anstalten einsicherer Gewinn für den Staat, in dem sie bestehen;nur Ausartungen und Nichtbefolgung der ersten dabeiangenommenen Grundsätze machen sie weniger ersprieß-lich. Man hat daher auch im Preußischen Staate, nachder glücklichen Wiederherstellung desselben in seiner In-tegrität, in Berlin, im Jahre 1818 , ein ähnliches In-stitut, wie die oben genannten, jedoch aber nichtzum Besten oder Vortheile der Hinterbliebenen, son-dern der Lebenden selbst, errichtet, eine Sparkasse,