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ter jeden Abend in ihrem Hause brennen müssen; siehat nach der Erfahrung ausgemessen, wie lang einLicht seyn muß, um eine gewisse Stundenzahl zubrennen, welche Länge auf einem Brette für jedenMonat, so wie die Abende länger oder kürzer werden,bemerkt worden. Auf solchem Brette werden nun dieDochte gemacht und mittelst eines vor- und zurück-rückenden Messers bald lang, bald kurz abgeschnitten,bis so viele Dochte, wie für den Monat von dieserLänge erfordert werden, vorräthig sind. Sie weißferner, wie viele Pfund Talg zu hundert Lichtern vonjeder Länge anzuschaffen nöthig sind, kann also sol-ches bei Zeiten anschaffen, und nicht mehr und nichtweniger Lichter, als auf ein Jahr nöthig sind, aufeinmal ziehen, welche dann von derselben ordentlicheingepackt und jeden Abend besonders ausgegebenwerden. — In der Wirthschaft sind täglich sieben be-sondere Tische zu versorgen und über sechzig Personenzu speisen. Die Hausfrau bekümmert sich nicht alleinum die Küchenzettel des ersten Tisches, sondern achtetauf alle, bis zu dem geringsten, damit die auf jedenTag vorgeschriebene Kost ordentlich, reinlich und gargekocht darauf erscheine, aber auch aller Ueberflußvermieden werde; denn wenn täglich auch nur einPfund Mehl unnöthiger Weise mehr ausgegeben wird,so gehen dazu schon im Jahre zehn bis zwölfHimten*)Korn mehr auf, als nöthig wären. Ein solcher Auf-wand ist schon nicht als eine Kleinigkeit anzusehen,und wenn deren mehrere zusammenkommen, machensie schon ein Beträchtliches aus. Sie versorgt fernerauch ihren eigenen und die andern ersten Tische nurallein mit solchen Gerichten, welche ihre eigene Haus-haltung, ihr Garten, ihr Viehstand (Horn-, Schwein-,
*) Der Himteii ist ungefähr 75^ Proeent kleiner, als der Ber<liner Scheffel.