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können, und weiß gleich dem Koch oder die KöchinVorschlage zu thun oder Gelegenheit an die Hand zugeben, daß er einem sehr einfachen Gerichte ein ge-künstelteres Ansehen oder mit den nämlichen Unkosteneinen vorzüglichen Geschmack geben kann. Sie setztihren Gästen keine kostbare, gekünstelte und mannig-faltig geschärfte Gerichte vor, und sieht auch nichtgern solche Gäste, welche dergleichen lieben, undwenn dergleichen Gäste einsprechen, deren Gaumenan Leckereyen mancherlei Art, welche die FranzösischeKochkunst auftischen, gewöhnt worden, so glaubt sie,daß es zu deren Gesundheit gereiche, und für sie alseine Kur anzusehen ist, wenn sie mit einer nur fru-galen Kost, mit einfachen ungekünstelten Speisen be-dient werden. Gefällt diesen Gästen nun eine solche,in ihren Augen schlechte, Bewirthung nicht, so kommensie zum zweiten Male nicht wieder, welches auch derWunsch der Hausfrau ist; denn von ihren Freundenist sie versichert, daß solche mit ihrer Bewirthung vor-lieb nehmen, da sie Alles mit gutem Herzen giebt undgern mehr thun würde, wenn ihr zahlreicher Haus-stand, bei der ausgedehnten Wirthschaft, nicht jedeEinschränkung, eine weise Sparsamkeit geböte. Wenneine Bouillon oder Jüs nöthig ist, so läßt die Haus-frau das Fleisch nicht bis aus das Aeußerste trockenauskochen, damit es, wo nicht auf ihrem eigenen, dochauf den übrigen Tischen mit Nutzen zu Gebrauchesiehe. Auf diese Weise kann die Hausfrau täglichGäste bei sich sehen, ohne daß eö ihr Beschwerde oderbesondere Kosten, noch auch im Hause Unruhe ver-ursacht, und sie findet sich glücklicher auf diese Weisesparsam zu leben, als vielleicht alle Monate im Jahre,nach langer vorher gegangener Zubereitung, vielenvorgekehrten Anstalten, zwanzig vergeblich ausgeschick-ten Boten und vieler angewandten Sorgen, auchnachdem das ganze Haus eine Nacht vorher wachend