Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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428 Sparkunst.'

sten Meistern mit möglichstem Fleiße verfertiget wer-den, wie z. B. Schuhe, Schnürbrüste rc., weil sie fin-det, daß, um den Kindern eine gute Gestalt zi. geben,viel daran liegt, daß dergleichen Kleidungsstücke öfterverändert und dem Körper der Kinder recht gemäß ge-macht werden. Die übrigen Kleidungen für die kleine-ren Kinder, Knaben und Mädchen, verfertiget sie mitihren Mädchen größtenteils selbst, und wenn solcheauch von dem schlechtesten Zeuge gemacht werden, soläßt sie ihnen doch eine gewisse, den Kindern gefal-lende und sie erfreuende Zierde geben, daß diese sichvon Jugend auf zur Reinlichkeit, Zierlichkeit und Ord-nung gewöhnen, und auch zugleich lernen, die äußer-liche Pracht nur mit Gleichgültigkeit, und als etwasihnen sehr Gewöhnliches und Alltägliches anzusehen.Sie sinnt stets darauf, wie sie den Kindern zwar dasNothwendige von Zeit zu Zeit geben, aber auch fürsie einige, wiewohl überflüssige, doch dabei nützlichem.!)den Kindern angenehme Stücke verfertigen und sam-meln könne, womit sie dieselben auf Weihnachten aufeine unerwartete Art erfreuet. Eine Freude, welche dieKinder auf längere Zeit auf eine unschuldige Art er-götzt, und sie von Jugend auf lehrt, daß Vielerlei keinegroße Glückseligkeit sey, mithin ihnen von Anfang anBegriffe von Sparsamkeit beibringt; da hingegen,wenn ihnen von Kindheit an Alles, waö sie zu habenwünschen, entzogen wird, die Begierde mehr zu haben,sein eigner Herr zu werden, und Mehrereö sich frei an-schaffen zu können, mehr zunehmen und einwurzeln»nacht. Die Befolgung einer solchen Sparsamkeit inder Wirthschaft schickt sich mehr für die Hausfrau, alsfür den Hausherrn, dessen Aufsicht sich nicht auf alleeinzelne Stücke erstrecken kann; es pflegt gemeiniglichübel herzugehen, wenn der Hausherr Alles und Jedesin der Wirthschaft selbsi anordnen, und waö in dasFach der Frauen gehört, mit besorgen, oder gar, wie