Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparsamkeit. 449

mit dem nicht mehr begnügen, was uns ein Welttheildarbietet; und sollten wohl die Produkte der Naturaus hundert Quellen und die Geschäftigkeiten einerKompagnie Menschen hinlänglich gewesen seyn, daßein Mann des Mittelstandes, oder eine Frau, nureinen Tag in der Stadt nach dem' Gebrauche derZeit leben könne?" — Es scheint, als wäre Allesnur darauf berechnet die Industrie in einem Staateempor zu bringen, und die Menschen der ärmernKlasse zu beschäftigen, um ihren Unterhalt für sichund ihre Familie zu gewinnen. Wie lobenSwerthwäre dann nicht der Luxus der Bemittelten und Rei-chen, wie wohlthätig wirkte er dann nicht auf dasGanze, besonders auf die arbeitende Klasse, den Hand-werksstand; allein eö ist nicht so, wenigstens nicht inDeutschland. Man bekümmert sich hier viel um dieeigenen Fabriken und Manufakturen, um die Gewerb-samkeit im Lande, sondern ist nur dann glücklich,entzückt, wenn man Französische oder EngländischeZeuge tragen, aus fremden Gerüchen speisen undtrinken, mit fremden Werkzeugen arbeiten, kurz Allesnur mit ausländischen Sachen verrichten kann; ja ineinem Haushalte gerieth vor einiger Zeit eine ganzeFamilie in Aufruhr, als der Vater seinen Töchternerklärte, daß er den neuesten thörichten Schmuck desHintertheils ihres Leibes durchaus nicht zu tragen er-lauben wollte; allein ihn endlich erlauben mußte, alsdie Töchter weinend zur Mutter liefen und der in Ge-genwart des Vaters laut erklärten, daß wenn sie keine61Ü8 cko l'aois hätten, sie sitzen bleiben würden, weildie Deutschen nicht mehr genügten. Dieser Mangelan Nationalität ist den Deutschen schon vor mehrerenJahrhunderten eigen gewesen, besonders fing er abernach dem dreißigjährigen Kriege alle Klassen der Ein-wohner Deutschlands zu ergreifen an, da er frühernur die Begüterten und Reichen ergriffen, und so ist<vec. rechn. Ene. Theil UVI. F f