468 Sparsiedeherd.
Rauch; sobald sie in das Faß hineintrat, zertheilte siesich in drei kleine Röhren, jede ungefähr 4 Zoll imDurchmesser, welche parallel neben einander durch dieganze Länge des Fasses hindurch liefen; dann stiegensie durch drei verschiedene Löcher im obern Boden desFasses in einen Kanal, der in den Schornstein führte.Das Faß konnte durch eine Röhre aus einem Wasser-behälter immer wieder mit so viel Wasser angefülltwerden, als man abzapfte. Nichts erregte in dieserKüche mehr das Erstaunen, als wenn man in einemhölzernen Fasse Wasser kochend heiß durch einen me-tallenen Hahn Herausfließen sah. Nach dem Grafenvon Rumford soll sich schwerlich eine Einrichtungerfinden lassen, wodurch die Wärme den Flüssigkeitenmit geringerem Verluste mitgetheilt werden könnte.DaS Holz ist an sich schon ein vortrefflicher Nichtleiterdes Wärmestoffes, und kann überdies noch durch ein-geschlossene Luft, Pelzwerk oder andere ähnliche Kör-per, die den Wärmestoff binden, umgeben werden.Daher ließe sich eine solche Einrichtung auch bei gro-ßen Salz- und Braupfannen treffen.
Die Suppe, welche die Armen aus dem Münche-ner Waisenhause erhielten, mußte über 3 Stunden ko-chen, und das Feuer dazu fünf Stunden unterhaltenwerden. Wenn für 1000 Personen Suppe gekochtwurde, so wurden dazu 300 Bayrische Pfund oder4 Klafter Holz erfordert, welches 43 Kreuzer ko-stete, das auf eine Person ^.tel Kreuzer für Feu-erung macht. Sollte eben diese Suppe in Privatkü-chen bereitet werden, so würden bei der Eintheilungvon 1000 Personen in 200 Familien, jede zu 5Personen, jeder Familie N Pfund Holz zufallen.Aber nach den genauesten Untersuchungen über denwahren Holzverbrauch in Privatfamilien beim Kochenüber offenem Feuer, wie es noch allgemein gebräuchlichist, ergiebt sich, daß 5 Pfd. gute Erbsensuppe kaum