Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spaßmacher. 493

und Gundling gehören, Letzterer jedoch mit Unrecht,weil er nie die Absicht gehabt, Hofnarr zu werden, son-dern nur durch den Trunk dazu herabsank, und sichdurch so manche Scenen, die Begleiter des Trunkessind, dem Gelächter Preis gegeben, und wo er selbstdieses nicht that, da deckten Andere seine Blößen auf,und machten ihn erst zum Narren. Friedrich Wil-helm der Erste wollte diesem Manne sehr wohl,welches auch die verschiedenen Würden beweisen, dieer ihm ertheilte; indem er ihn nach und nach zum Hof-,Kammer-, Kriegs-, Geheimen-Oberappellacions- undKammergerichtsrath; dann zum Präsidenten der Kö-niglichen Akademie oder Societät der Wissenschaften,und in den Freiherrnstand erhob; auch ihn zu seinemOber-Ceremonienmeister machte. Bei den zuerst ange-führten Behörden mit Sitz und Stimme; auch er-erhielt er diese beim General-Directorium, welches daserste Landeskollegium war, dessen Ehrwürdigkeit derMonarch selbst, als Stifter, jederzeit ausgezeichnet an-erkannte ; dann erhob er ihn auch zum Kammorherrn.Dieses streitet daher ganz gegen die Meinung, die manhin und wieder, selbst in guten Schriften angeführtfindet, als habe Friedrich Wilhelm der Erstedie Wissenschaften und Künste gar nicht geliebt, undsie durch die Besetzung mit einem solchen Subjectenoch mehr der Verachtung Preis geben wollen. Die-ser Monarch war zwar ein rauher Krieger, der dasMilitair besonders begünstigte, und es zu einem hohenGrade der Vollkommenheit imManövriren rc. brachte,welches sein Nachfolger weise genutzt hat; allein erschützte auch die Wissenschaften und hat davon Be-weise genug gegeben, nur haßte er die Pedanterey derGelehrten, und hielt nicht viel von bloßen Theorien;wo er aber ein Talent fand, welches Ausbeute versprach,da suchte er es zu befördern, welches ein Töpfer, Na-mens Eckert aus Dessau bewies, der erst das Töp-