Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spaßmacher. 501

damit Niemand sich in der Person irren konnte, so be-zeichnete er sie mit so grellen Farben, als es nur dergeschickteste Maler hätte thun können. Sie erfuhreö und gerieth darüber in den heftigsten Zorn; sie be-klagte sich bitter und verlangte, daß der Geistliche strengewegen dieser Unbesonnenheit bestraft werden sollte.Der König aber, der stets gegen alle Gewalthätigkeitengewesen, und der im Geheimen die Vergleichung desGeistlichen nicht unpassend fand, versagte ihr aber dieseGenugthuung, indem er sie damit beruhigte: daß diePrediger alle Sonntage und an den Festtagen eineStunde hätten, in welcher sie daö Recht hätten Alleszu sagen, und daß man ihnen dieses erlauben müßte;wenn aber Einer unter ihnen sich erdreisten würde, sieaußer der Kanzel durch Schmähreden zu beleidigen,oder ihr die schuldige Achtung zu versagen, sollte er,wenn er es verdiente, bestraft werden *). Diejenigen,die sich für die Hofnarren erklärten oder wenigstensdamals deren Beibehaltung wünschten, hatten nur diegute Seite dieser Sitte im Auge, wo ihr Nutzen, densie dem Lande von der einen Seite durch ihre frei-müthigen Aeußerungen über manche Mängel und Ge-brechen des Staats stifteten, wirklich nicht unbedeutendwar, und manches versteckte Uebel durch sie an denTag kam; allein von der andern Seite konnten siewohl dasjenige nicht billigen, was von ihnen verübtwurde; denn im Ganzen liefen diese Belustigungenimmer auf die abgeschmacktesten und schmutzigsten Zo-ten hinaus, besonders in dem 16ten und 17ten Jahr-hunderte, und waren mehrere Male mit den unerhörtenGrausamkeiten verknüpft, indem man sich gegen dieseLustigmacher eine Behandlung erlaubte, welche sie amEnde wahnsinnig machte oder in Krüppel verwandelte,ja sie manchmal des Lebens beraubte. — Dieses warenauch die Hauptgründe, welche die Gegner wider die

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