Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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510 Spaßmacher.

lem hatte gebrauchen lassen, um diesen Mann zu äng-stigen und zu quälen, und der auch nach dem Todedesselben seine Stelle als lustiger Rath einnahm, ver-ließ bald den Hof Friedrich Wilhelms des Er-sten. Er entfernte sich heimlich aus Berlin und begabsich nach Sachsen, wo er bald darauf das Leben unddie Thaten deö genannten Monarchen schrieb, und dasWerk zu Hamburg und BreSlau im Jahre 1735 inzwei Theilen herausgab. Da nun in diesem Werkeviele Specialia und Anekdoten von dem PrivatlebenFriedrich Wilhelms, von dessen allgemeinem undbesonderem Betragen, eingestreut waren, außerdem auchnoch von einigen angesehenen Männern im Dienstedieses Monarchen so Manches mitgetheilt wurde, wel-chen dieses nicht angenehm war, so wurde dieses Werknicht gut ausgenommen, und in den Preußischen Staa-ten scharf verboten. Es erschien auch bald darauf ge-gen Faß mann eine Schrift, unter folgendem Titel:Der im Weinfaß begrabene Paul Gund-ling, Geheimer Staatö-, Kriegs-und Do-mainenrath, raisonniret mit David Faß-mann, Erh - Calumnianten, den Galgenlängst meritirtenEhren-Dieb; wie er dennan seiner Lästerzunge allhier in Effigiehanget, und in 6ovporo bald wird gehan-gen w e r d e n. 8t. .loiminn!?, VIII. v. 44.

Nach Christi Urtheil selbst, der David Faßmann

ist

ein rechtes Teufels-Kind. Der Vater aller Lügen,schleppt ihn zur Höllen-Glut in lehren TodeS-Zügen,wenn dieß besoffne Schwein verrecket auf dem Mist.

Gedruckt zu Freyburg.

DasTitelkupserstellt den Faßmann hängend undmit der Zunge an einen Galgen angenagelt vor. AmHalse hängt ein Branntweinstäschchen, und in einerHand, die er auf den Rücken gelegt hat, halt er einen