Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spatfährte. Spath. 521

rner reif werden, zum Unterschiede von den Früh-erbsen; s. unter Erbse, Th. 11, S. 173.

Gpatfährte, beim Jäger, eine bereits vor etlichenStunden gemachte Fahrte, so daß die Witterung bei-nahe vergangen ist. Eine kalte Fährte, zum Unter-terschiede einer warmen. Nach Adelung steht spathier nach Oberdeutscher oder Süddeutscher Art fürspät, und bezieht sich auf den Jäger, welcher spät zudieser Fährte kommt.

Spatgang, im Bergwerke, ein Gang, dessen Strei-chen oder Richtungöltnie durch die Nadel des Kom-passes zwischen Stunde sechs und neun angezeigt wird.Er streicht aus dem Morgen in Abend oder umge-kehrt. Wenn er sein Fallen gegen Mittag und seinAusgehendes gegen Mitternacht hat, wird er zu Frei-berg rechtfallend, und umgekehrt widersinniggenannt. — Bei den Jägern ist der Spatgangder Gang des Hirsches zu Holz, wenn solcher spät,das ist, kurz vor Anbruch des Tages geschieht.

Gpatgerste, Spätgerste, eine Art Gerste, welchespät im Sommer reif wird, und sich dadurch von derFrühgerste unterscheidet.

Spath, in der Vieharzneikunst, eine Krankheitder Pferde, welche an der inwendigen Seite des Sprung-gelenkes, welches von den Landleuten gewöhnlich dasKnie am Hinterbeine genannt wird, entsteht. Findetman nun da, wo sich an der inneren Seite das Schien-bein am Knie endiget, einen merklichen Absatz odereine Erhabenhett, und zwar nur an einem Beine, soist dieses der Spath. Bei einigen Pferden ist dieserAbsatz oder diese Erhabenheit nur geringe, sie kannaber auch die Größe eines Hühnrreyes erlangen. Manfindet den Spath jedoch seltenen beiden Beinen; auchgehen manche Pferde davon lahm, andere nicht.

Die Kennzeichen der verschiedenen Ar-