Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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522 Spath.

ten des SpatheS, sehe man unter Pferd- Theil110, S. 268 u. f., nach. Der Spath, wenn er gleichjch versteckt ist, daß man ihn nicht sieht und das Pferdauch nicht lahm geht, 'ist doch immer ein solcher Feh-ler, den man verabscheuen Muß, sagt Rohlwes, undin beiden Fallen ist es nicht rathsam, ein solches Pferdzu kaufen. Daß her Spath im Ausbruche ist, gewahrtman daran, wenn das Pferd im stalle öfters auf derZehe des einen Beittes steht, und wenn es herausgeführtwird, so hinkt es eine Zeit lang mit dem Beine, gehtaber hernach wieder gerade. Bemerkt man eine solcheLähmung, so kann man dieses als ein sicheres Merk-mal des Spctths ansehen. Die Pferdehändler haltenauf den Märkten ein solches Pferd beständig in Be-wegung, damit der Käufer die Lähmung nicht bemer-ken soll; denn sobald es eine kurze Zeit stille steht, gehtes im Anfange jederzeit einige Schritte, oder auch wohlmehrere, lahm. Dieser Schaden ist schwer zu heilen,und das einzige Mittel, wodurch er noch gehoben wer-den kann, ist das Brennen. Im Fall ein Arzt inder Nähe ist, weicher Letzteres versteht, und Jemanddas spathkranke Pferd gern behalten will, so muß manihm rathen, den Spath durch denselben brennen zulassen; findet sich hingegen kein Arzt, so muß zweiTage hintereinander die Salbe darauf eingerieben wer-den, die man gegen den Stollschwamm gebraucht, undaus folgenden Ingredienzen bereitet wird: Man nehmeSpanische Fliegen, ätzendes Sublimat, Operment,von jedem IQuentch.; Euphorbium-Gummi,^-Quent-chen, stoße Alles zu einem Pulver, und mische es mit3 Loth Schweinfecc zu einer Salbe. Wenn die lL>albeabgefallen »st, und die Haare wieder gewachsen sind, sowiederhole man das Einreiben, welches vier- bis fünf-mal geschehen kann; man wird hierdurch zwar nichtdie Heilung des SpatheS nach Rohlwes bewirken,wohl aber die Lähmung heben können. Eine zweite