Spath. 523
Salbe, die Rohlweö empfiehlt, soll noch bessereDienste bei diesem Uebel thun; sie besteht in Folgen-dem: Man nehme gepulverten langen Pfeffer undEuphorbium, von jedem 2 Loth; Spiköl, Terpentin-öl, von jedem 2^ Loth; Salpetersäure, ^ Loth, undmische es zur Salbe. Man lege diese Salbe drei Tagehintereinander auf den Spath, oder vielmehr reibe denSpath damit ein. Ist dieser noch nicht ganz gewichen,so kann daöEinreiben noch einmal wiederholt werden.
Nach Gibson soll man das Brennen und die bla-senziehenden Mittel nicht gleich anwenden, ohne nichterst den Sitz und die Ursache des Schadens in Be-tracht zu ziehen. Wenn sich nach hartem Reiten odersonst einer heftigen Bewegung des Pferdes an demVordertheile des Knies eine Erhöhung zeigt, die ei-nen Spath befürchten laßt, so sind in diesem Fallebloß kühlende und zurücktreibende Mittel dienlich. Eöist dann nämlich ein kalter Umschlag um diesen Theilzu binden, und solcher täglich verschiedene Male zu er-frischen. Wenn man sich aber überzeugt, daß es derSpath ist, somuß man die angeführten Mittel anwen-de». Da der Spath bei Füllen und jungen Pferdengewöhnlich nach außen und flach sitzt, so muß mansolchen durch gelindere Mittel, als die gewöhnlichen,heilen, wobei sie nicht so sehr der Gefahr ausgesetztsind, Verhärtungen in den Gelenken zu bekommen,weil es weit besser ist, diesen Fehler nach und nachauszurotten, als ihn auf einmal zu heilen. Die obenvon Rohlweö empfohlenen Salben räth auch Gib-son an, jedoch ohne die Spanischen Fliegen, dagegenempfiehlt er noch, als Zusatz, Thran, Honig und Wachs.Seine Salbe würde demnach bestehen aus: 2 UnzenWachs, 2 Unzen Honig, 2 Unzen Nervensalbe, 1 UnzeThran und 1 Unze Schweinfttt, dieses zusammenge-schmolzen, u. wenn es kalt geworden, so thue man ^ Unzeätzendes Sublimat und 2 Quentchen Euphorbium,