Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spath.

Mittel von neuem auflegen, welches immer gltte Wir-kung, besonders bei.jungen Pferden, thut, bei denensich immer ein größerer Verrath von Feuchtigkeitenum die Gelenke, als bei alten Pferden findet. Auf dieseWeise hat G ibson oft sechs- bis siebenmal das bla-senziehende Pflaster erneuert, und ist selten in Anse-hung des guten Nutzens hintergangen worden, so wieebenfalls nach dem Gebrauche desselben nie die min-desten Merkmale zurückgeblieben find. Die Pferdewurden dabei in dienlichen Zwischenzeiten beständigabwechselnd in mäßiger Arbeit unterhalten, wobei siegelinde Purganzen und harntreibende Mittel, und nach-her das Gummi Guajakuin gekocht und mit Wasservermischt erhielten, um die Ausdünstung besser zu be-fördern, und die überflüssigen Feuchtigkeiten aufzu-trocknen, welches in solchen Fällen, die von klebrichtenSäften und einer Erschlaffung herrühren, eine großeHülfe ist. Gibson verordnet bei dieser Kur eine flüs-sige Diät, wenn das Pferd Purganzen erhält, undselbst dann nur wenig gebrühete Klcyen. Zur gewöhn-lichen Nahrung ist Hafer, nebst trocknem und süßemHeu zu geben; denn eine anhaltende weiche Diätschwächt den ganzen Körper, und ist in allen solchenFällen keineswegeö zweckdienlich, sondern vielmehrnachtheilig.

Der Spath ist bei alten oder völlig ausgewachsenenPferden oft sehr hartnäckig und daher schwer zu hei-len, wenigstens ist der Erfolg bei der Kur immer sehrungewiß; nicht nur allein wegen des Sitzes des Sparhözwischen den Vertiefungen des Gelenkes, sondern auch,weil derselbe gemeiniglich schon zu einer beträchtlichenHärte und Unempfindlichkeit gediehen, ehe er äußerlichsichtbar geworden ist. In solchen Fällen muß mangleich brennen, oder sich der stärksten ätzenden Salbenbedienen; oder man brenne erst, und lege gleich dar-aus das blasenziehende Mittel über den gebrannten