Spath (Feld-). 535
erde gegenwärtig seyn könne. Aus dem bloßen Ge-schmacke konnte man deutlich die Alaunerde vermu-then. Es wurde daher eine Auflösung von fixem Alkalibis zur gänzlichen Niederschlagung zugesetzt, wobei derNiederschlag in der, der Alaunerde eigenthümlichenFeinheit und Durchscheinbarkeit in ganz weißer Farbeausgeschieden wurde, welche nach dem Auösüßen undTrocknen 1 k Gran wog. Zu mehrerer Ueberzeugungwurde sie wieder in Schwefelsaure aufgelöset, wobeisich der vollkommne Alaungeschmack offenbar äußerte,und zu erkennen gab, daß dieser Niederschlug aus Alaun-erde bestand. Da nun die Salzsäure so wenig Wirkungauf den Feldspath gezeigt hatte, so erwählte er nun einestärkere, und schüttete zu dem Ende den überbliebenenunaufgelöseten Feldspath in eine Retorte, nebst 2 Unzenconcentrirter Schwefelsäure, und spülte den Hals miteiner Unze destillirtem Wasser nach. Alle Flüssigkeitwurde hierauf bis zur Trockne abgezogen. Nach demErkalten wurde der am Boden der Retorte sitzendeKuchen mit ungefähr 4 Unzen destillirtem Wasser auf-geweicht und noch einen ganzen Tag lang in gelinderWärme zur Ausziehung der auflöslichen Theile erhal-ten; dann wurde die Flüssigkeit filtrirt und der Rück-stand ausgesüßt. Die sämmtliche Flüssigkeit sah ganzwasserhell aus und schmeckte nur gelinde säuerlich.Der getrocknete Ueberrest hingegen wog jetzt? Drach-men 42 Gran, und sah immer noch so röthlich aus,wie vorher. Aus diesem Gewichte ließ sich erkennen,daß die Schwefelsäure nur sehr wenig ausgezogenhabe. Bei dieser letzten Behandlung des Feldspathömit Schwefelsäure äußerte sich bei der Abziehung der-selben, daß die überdestillirke Flüssigkeit ein gelfarbigeSAnsehen hatte. Er hatte sie in ein sauberes Gläschengeschüttet, und da sie eine Nacht hindurch gestandenhatte, so saß das Glas im Innern, so weit die Säurereichte, voller Luftbläöchen. Zuletzt verlor sich die opal-