536 Spath (Feld-).
farbige Trübung der Saure, indem sich ein pülverich-keö Wesen zu Boden sehte. Die Säure hatte auch nochüberdies einen ungewöhnlich flüchtigen Geruch. Je-mehr Wieg leb diesen Erscheinungen nachdachte,destomehr siel er zuletzt auf die Vermuthung, daß viel-leicht eine Flußfpathsäure hier im Spiele seyn könnte.Da er nun bei der Destillation hierauf keine Rücksichtgenommen hatte, und auch überdies der Feldspath schonvorher mit Salzsäure ausgezogen worden, so konnteer diese Erscheinung nicht sicher genug beurtheilen;daher vermischte er sogleich zur Aufklärung dieses Um-standeö l Unze frisches Feldspathpulver in einer neuenRetorte mit einer Unze conccntrirter Schwefelsäureund einer halben Unze destillirtem Wasser, und zogaus dem Sande die sämmtliche Flüssigkeit ganz behut-sam über. Die Flüssigkeit ging dabei wirklich mit demeigenthümlichen Gerüche der Flußfpathsäure über.Das Ansehen der Flüssigkeit war opalfarbig, und eözeigte sich auch wirklich eine zarte Rinde darauf;auch war der Hals der Retorte und daS innere Ge-wölbe derselben etwas matt geworden. Es war dem-nach an einer kleinen Portion Flußfpathsäure in demFeldspathe nicht zu zweifeln. Nach dieser hier angeführ-ten Bemerkung ging Wiegleb wieder in angefangenerArbeit, oben, S. 535, fort. Die dort beschriebene, vondem mit Schwefelsäure behandelten Feldspath ab.filmte Flüssigkeit sah ganz wasserhell aus, schmeckteetwas säuerlich, aber dabei schwach alaunicht. Siezeigte auch, nachdem sie eine Weile gestanden hatte,keine Spur eines HäntchenS, oder sonstiger Trübung,wie es etwa bei einer aufgelöseten Portion ^Lelenitzu geschehen pflegt. Diefemnach wurde sie mit aufge-lösetem fixem Alkali vermischt, wobei ein Niederschlugmit Aufbrausen erfolgte. Aus denr ganzen Ansehendes Niederschlage und dessen zarter durchscheinenderBeschaffenheit ließ sich ganz deutlich beurtheilen, daß