Spath (Feld-). 537
das Präcipitat nichts anders als Alaunerde war.Nachdem sich solche zu Boden gesetzt, wurde die dar-über stehende Lauge abgegossen, der Niederschlug auö-gesüßt und getrocknet, welcher nach weiterer Unter-suchung aus 4 Gran Alaunerde bestand. Da nun we-der durch die Salzsäure, noch durch die Schwefelsäurebei dein Feldspakhe die vollkommene Ausschließung zubewirken war, wie eines Theils aus dem wenigen er-littenen Verluste, und andern Theils aus seiner nochdauernden röchlichen Farbe erkannt werden konnte, somußte er noch einmal das Feuer anwenden. Wieglebvermischte demnach den Rückstand, oben, S. 535, miteiner Unze Weinsteinsalz, und glühete ihn eine Stundelang durch. Nach Erkaltung des Tiegels fand sich,daß die Masse stark zusammengesintert, und im Unter-theil des Tiegels wirklich geschmolzen und voller Höhlun-gen war. Sie saß auch am Tiegel so fest, daß er zer-schlagen und die ansehende Masse nicht anders, alsmit Mühe von den Seitenwänden deöTiegels so gut,als möglich, abgeschabt werden mußte. Diese geschmol-zene Masse, welche durchaus ganz weiß war, wurdedarauf zum zarten Pulver zerrieben, und in einemirdenen Geschirr mit einem Pfunde destillirkem Wasserausgekocht, worin auch vorher die Scherben des Tie-gels ausgekocht und alles daran Sitzende abgelöset wor-den war; dann wurde Alles auf ein Filtrum gebracht,der Ueberrest auSgesüßt, getrocknet; ersah weiß ausund wog 3 Drachmen 40 Gran. Die von dem Feld-sparhe erlangte alkalische Lauge wurde nun untersucht,ob das Alkali während der Kalcination etwas vomFeld-spache aufgelöset habe. Vie wurde daher uncer bestän-digem Aufbrausen mit verdünnter Vitriol- oder Schwe-felsäure gesattiget, es erschien aber nicht der geringsteNiederschlug, dessenungeachtet wurde die Lauge in ei-nem Zuckerglase stehen gelassen. Am andern Tage be-merkte man an derselben ein schielendes molkigteö An-