Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spath (Feld-).

sehen, welches bis gegen Abend noch zunahm, wobeisie immer noch durchscheinend, ungefähr von der Arteiner Mölke anzusehen war, wobei man aber noch nichtdie geringste Spur eines Niederschlags erkennen konnte.Sie schien überdies eine gewisse Zähigkeit erhalten zuhaben, indem sich ein Tropfen davon wie ein schleimich-leS Wesen dehnte. Als er darauf das Glas den folgen-den Morgen wieder betrachtete, so war die ganze Flüs-sigkeit darin zu einer durchscheinenden opalfarbigenGallerte geronnen, wobei nicht das geringste Pulverichtezu bemerken war. Er setzte das Glas hierauf auf denZimmerofen, um den weiter» Erfolg zu beobachten.

Nachdem nun der Feldspath durch die Calcinationmit Alkali vorbereitet worden, wurde er mit 2 Unzenconcentrirter Schwefelsaure und einer Unze destillirtemWasser in einer Retorte vermischt, und bis zur Trocknedestillirt. Am folgenden Tage wurde der Rückstandmit destillirtem Wasser ausgeweicht, in ein Zuckerglasgeschüttet und einen Tag lang in die Wärme gestellt.Hierbei bekam die Lauge noch einen ziemlich starkenalaumgten Geschmack. Sie wurde darauf von der Erdeabfiltrirt, und Letztere ausgesüßt und getrocknet, wo siedann 3 Drachmen 6 Gran wog. Die sämmtliche durch-gelaufene Lauge wurde dann mit Alkali niedergeschlagen, filtrirt, ausgesüßt und getrocknet, welches 19 GranAlaunerde war. Das noch übergebliebene Feldspath-pulver hatte noch eine vollkommene weiße Farbe, besaßauch jetzt eine größere specifische Schwere, als zuvor,und knirschte auch unter den Zähnen vollkommen wieSand, so daß er bald wäre verführt worden, solchesfür eine Kieselerde anzusehen. Dessenungeachtet aber,um recht sicher zugehen, so wurde dieser Hebertest zumDrittenmale mir einer Unze Weinsteinsal; vermischtund wie vormals calcinirt. Die dadurch erlangte salzigeMasse wurde noch einmal zerrieben und mit einemPfunde destillirtem Wasser ausgekocht. Hier gewahrte