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Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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578 Lpalium. Spätobst.

wissen Maaße, wie die Lettern, und von derselbenMasse, in der Form in einer Matrice gegossen undvon den Sehern in den Buchdruckercien gebrauchtwerden, beim Sehen der Schrift die Wörter von ein-ander abzusondern, dieserhalb werden nach Endigungeines jeden Wortes allemal zwei Spatien gesetzt.

8put!ruu, der Raum, s. Th. 121, S. 162. Bei demMusiker, der zwischen den fünf Linien eines mu-sikalischen Systems befindliche Raum.

Spätjahr, Nachjahr, in einigen Gegenden der spa-tere Theil des Jahres, der Herbst, im Gegensatze desFrühjahres, Vorjahres oder Frühlings; s. unter Jahr,Th. 26.

Spätling, ein Ding, welches später, als gewöhnlich,zum Vorschein kommt, oder etwas spater, als gewöhn-lich, etwas verrichtet. So werden z.B. Schafe, welchespäter, als gewöhnlich ist, kommen, in der Landwirth-schaft Spätlinge genannt, welchen Namen auchdie von ihnen geworfenen Lämmer bekommen, im Ge-gensatz der Frühlinge, welche früher geworfen wer-den. Auch bei Früchten rc. gebraucht man das WortSpätling, wie z.B. bei Aepfeln rc.; s. den folgen-den Artikel.

Spätobft, Obst, welches erst spät im Jahre reif wird,zum Unterschiede von dem Frühobste, welches frühreif wird; s. unter Obst, Th. 103. Ein MittelSpätobst, Spätblumen rc. zu ziehen, hat einvornehmer Engländer unter der Regierung der Kö-nigin Elisabeth versucht, welches auch der glück-liche Erfolg gekrönt hat. Dieser Engländer besaß näm-lich einen vortrefflichen Garten, welchen er leibst mitden ausgesuchtesten Obstbäumen bepflanzt hatte. Alsnun die genannte Königin diesem Engländer einstenseinen Besuch auf seinem Landgute ablegte, so führtedieser die Königin, um sie zu überraschen, zu einemschönen Kirschbaume, dessen Früchte eben, da schon