Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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584 Spazieren.

gehen gewohnt ist, und wollte auf einem Spaziergangelangsam schlenkern, seinen gewöhnlichen Gang verän-dern, bloß weil er glaubt, eine Erholung verlange einsolches Schlenkern, der wird gewiß um so eher ermü-den, und so umgekehrt derjenige, der langsam zu ge-hen gewohnt ist, wenn er eilen wollte, als wenn er ver-folgt würde. Beide würden also die gewünschte odergehoffte Erquickung oder Erholung des Körpers undGeistes nicht erhalten. Die beste Zeit zum Lustwan-deln ist im Frühjahre und Sommer die Morgenzeit,vor dem Kaffeetrinken, von vier Uhr abwärts, oder derVormittag von neun bis zwölf Uhr, oder der Nach-mittag von fünf bis sieben Uhr. Hierin liegt auch zu-gleich daö: wie lange man lustwandeln soll. Im Herbsteund Winter ändern sich nur die Stunden am Mor-gen und Nachmittage so ab, daß in diesen Jahreszei-ten die Morgenstunden wegfallen, und man des Nach-mittags im Herbste von 3 Uhr an bis 6, und des Win-ters von 2 bis 4 Uhr zum Promeniern wählt. Wasden Boden anbetrifft, auf dem man spazieren geht, soist wohl jeder Boden dazu dienlich, nur ist der Sand-boden, wo möglich, zu vermeiden, weil dieser beim Ge-hen viel Staub auswirft, der sowohl den Augen, wieden Lungen schädlich ist. Auch dunkle Wälder sind zuvermeiden, weil der Boden unter den hohen schattigenBäumen immer moorig oder sumpfig ist, die Füßedadurch leicht erkälten, und so der Gesundheit gescha-det wird; auch ist es schon wegen der plagenden In-sekten, wie die Mücken rc., nicht gut, einen solchenOrt zu seinem Spaziergange zu wählen; auch sindalle diejenigen Oerter zu vermeiden, wo mephicischeAusdünstungen rc., wie z.B.in der Nähe von Schind-angern u. Anstalten zur Verwandlung d. Menschenkothsin Dünger, von Arsenikhütten rc., sich verbreiten, weildiese nachtheilig auf die Gesundheit wirken, undErstere auch die Geruchönerven unangenehm berüh«