Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spazierer. Spaziergang. 58?

das gute Deutsche Wort lustwandeln wieder in gu-ten Schriften für spazierengehen angeführt; nurLustwandelung, für Spaziergang, hat nochnicht recht Eingang finden können, obgleich diesesWort unserer Sprache mehr analog ist, als das WortSpaziergang und Promenade. Wenn daher zuden Zeiten Ade lungs, oder als Adelung sein gro-ßes, kritisches, deutsches Wörterbuch her-ausgab, das von den Pegnitzschäfern einzuführen ver-suchte lustwandeln für spazierengehen ganzaußer Courö gekommen seyn soll, und gleichsam mitdenselben abgestorben ist, so scheint es jetzt wieder wieein Phönix aus seiner Asche zu entstehen, und wahr-lich nicht mit Unrecht, weil eS ein Wandeln, ein Gehenzur Lust, zum Vergnügen ist, und sich in so fern vondem Gehen in Geschäften rc. unterscheidet.

Spazieren, kocluruaiuinalmis, eineArtder Spring-schwänze, kollurus, kleine Insekten, welche zu demSchmarotzergeschlechte gehören.

Spazierfahrt, eine Fahrt, welche sowohl zu Wagen,als auf einem Schiffe zum Vergnügen geschieht. Manmachr dergleichen Spazierfahrten in der Regel nachbenachbarten Dörfern oder von den Städten etwasentfernt liegenden Belustigungöörtern; auch nachStädten, fürstlichen Ruhesitzen rc., theils nun wohlhauptsächlich um die schöne Natur zu bewundern undzu genieß/n, theils auch um Merkwürdigkeiten derKünste und Gewerbe rc. zu sehen. Man bedient sichzu diesen Spc^isrfahrken zu Lande der Chaisen undKaleschen, Ein- und Zweispänner, und zu Wasser derKähne und Gondeln.

Spaziergang, Fr. kromensclk; 1) ein Gang, denman bloß zu seinem Vergnügen, zu seiner Erholungthut oder verrichtet; f. oben, Spazieren. 2) EinGaug, ingleichen ein Ort, wo man spazieren geht,worauf man seine Erholung im Gehen sucht. Der-