600 Spaziergang.
Hintern Seite der Insel zu dem gegenüber liegendenUfer führt, so gelangt man rechts nach einem angeneh-men Spaziergange an den schönen Ufern dieses Ge-wässers wieder zu dem großen freien Rasenplatze, aufwelchem sich das Denkmal des Kaisers Josephsdes Zweiten befindet, und hat im Hintergründe die-ser interessanten Scene die Stadt Wien. Von hierführt nun der Weg unter beständiger Abwechselungder vortrefflichen Aussichten gegen die Stadt, die Ge-gend von Töbling, Heiligstadt, Nußdorf und das Ge-birge, als auch nach mehreren großen Parthien des Gar-tens, zu dem Eingänge desselben. Wendek man sich aberbeim Teiche links, so kann man ebenfalls an denUfern desselben eine Weile hinspazieren, bis man end-lich rechts durch die plötzliche Erscheinung des Joseph-platzes, der schönen Kaiserstadt und der ganzen vorherbeschriebenen Gegend, zur Linken aber durch den An-blick der Donau und die schönen Auinseln auf dasangenehmste überrascht wird. Von hier führt der Wegwieder in ein anmuthigeö Schactengehölz, und amEnde desselben sieht man zur Rechten noch einmaldiese schöne Gegend, gerade vor sich den Augartenund zur Linken die Donau und dieTaborbrücke. Hier-auf kommt man abermals durch ein Gehölz und dannin den Augarten, oder rechts durch das Gehölz, nachvielen und" mannigfaltigen Aussichten, über den Jo-sephplatz und in die verschiedenen Parthien des Gar-tens zum Eingänge.
Einen solchen National-Garten, mit Ausnahmeder Denkmäler berühmter Regenten, Helden undStaatsmänner, Ehren- und Schandsäulen, können wirBerliner uns rühmen an unserem, schon oben erwähn-ten, Thiergarten zu besitzen, und wenn uns auch derAnblick auf die majestätische Donau und auf Anhö-hen und Gebirge abgeht, so gewährt uns die Spreezur rechten Seite des Thiergartens von der Stadt Ber-