Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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614 Spaziergang.

zu abschreckende Warnungszeichen in Bildern. Der-gleichen Warnungstafeln, worauf ein Verbrecher aneine Schubkarre geschmiedet, und hinter ihm ein Büt-tel ihm den Staubbesen giebt, wobei das Blut denzerfleischten Rücken herabrieselt, mit der Unterschrift:zur Warnung, fand man noch in dem ersten Lüstredieses Jahrhunderts hin und wieder an den Prome-naden des Thiergartens in Berlin aufgepflanzt. Derdamalige Präsident, Just us Grüner, welcher spä-terhin in den Adelstand erhoben wurde, vertauschte diese,dem Zeitgeiste nicht mehr gemäße, Warnungstafeln mitandern, welche die poetische Inschrift trugen: Wand-rer, schone diesen Ort, er ist zu deiner Erho-lung bestimmt; allein auch diese Tafeln, so schön dieInschrift auch den Gebildeten ansprach, waren wohlnicht passend, obgleich man damals den Präsidentenund mit ihm die Aufklärung pries, und die alten, demFeuer übergebenen Tafeln als widrig, grausam undabgeschmackt verwünschte, ja sie mit Freuden demFeuer übergeben sah, wie in den finstern Jahrhundertenin Spanien die Ketzer. Man kann hier billig fragen:Für wen sind Warnungstafeln? Für Gebil-dele oder Gesittete doch wohl nicht; denn diesen sagt,außer den Gesetzen und wiederholten Warnungen inöffentlichen Blättern, wohl ihr Gefühl, daß sie keineVogelnester auönehmen, keine Bäume und Sträucherbeschädigen, keine Bildsäulen zerstören und andereFrevel an den ihnen hier zur Erholung gewidmetenOrten begehen sollen; sie sind daher für Ungebildete,für den rohen Hausen, und bei dem wirken nur In-schriften, die gleich die Bestrafung der That durch ab-schreckende Bilder versinnlichen. Die alten Tafelnwaren daher zu einer Zeit, wo noch die Roheit einegrößere Herrschaft, als die Bildung ausübte, gewißnicht zu verwerfen, und haben auch genützt, so wiejetzt die in Berlin sehr zweckmäßigen, am Eingänge