620 Spaziergang.
dessen goldenem Hause stand, war dreifach, und nachEinigen lOOOFuß, nachAndern lOOODchritte lang;indessen wird beides bezweifelt, weil der Pallast nichtso lang gewesen seyn soll, es also auch nicht der Por-tikus seyn konnte; denn tausend Schritte würden zugroß und tausend Fuß zu klein für den Pallast gewe-sen seyn, also soll hier tausend nur so viel bedeuten,als groß oder viel.— Der Portikus der Octa-via, welcher zu Ehren der Schwester des AugustuSerbaut worden, war einer der schönsten zu Rom, nichtnur wegen der schönen Marmorsäulen Ionischer Ord-nung , als auch wegen der Bildsäulen und Gemälde.— Der Portikus des Cajuö Octaviuö, auchPortikus des Perseus genannt, weil dieser Kö-nig mit seinen Thaten darin abgebildet worden, auchCorinthischerPortikuS, wegen der CorinthischenBauart, wurde von dem oben erwähnten Octaviuövon der Macedonischen Beute erbaut. Es war einemit der schönsten und angenehmsten Säulenhallen,welche AugustuS, nachdem stein Verfall gerathen,wieder herstellen ließ. — Der Portikus des Phi-lipp us, welcher bloß zur Bequemlichkeit und Erho-lung der Bürger und zur Zierde der tLtadt erbauetworden.— Der Portikus des PompejuS, wel-cher sich beim Theater des PompejuS befand, dientedem Volke zum Schuhe vor dem Regen, wenn solcherwährend der Spiele einfiel. Er war sehr angenehm,und besonders mit Platanen umgeben, hatte hundertSäulen, seine Springbrunnen, und in dem daran lie-genden Dickicht die Bildsäulen vieler wilden Thiere.Die Wände der Halle waren nicht nur schön gemalt,sondern auch mit durchwirkten Tapeten verziert. Eswaren überhaupt in Rom über vierzig dergleichenSäulenhallen zur Erholung der Einwohner.—Auch dieFeldwege zwischen dem Acker rc. auf dem Lande,in der Nähe von großen Städten werden jetzt, so viel,