Specereihandel. 637
kamen auf den Markt von Konstantinopel und der ihmzugehörigen Handelsplätze, wie Smyrna, Aleppo, An-kiochia, DamaScuö, Suez, Bafora oderBassorarc.w.in Asien, und Alexandrien rc. in Afrika. In Europawaren die Handelsstädte an dem Mittelländischen undschwarzen Meere, auf den Inseln, welche den Spe-cereihandel betrieben. Der Aegyptische und IndischeSpecereihandel ist zwar zwischen Alexandrien und Kon-siantinopel bis auf den Einfall der Araber in Aegyptenohne Unterbrechung fortgesetzt worden; allein er warnicht mehr von der Wichtigkeit, als er es unter den erstenRömischen Kaisern und unter den Aegyptische» Köni-gen gewesen. Nach der Behauptung einiger Schrift-steller, sollen die Aegyptischen Schiffer nicht mehr, wiezu den Zeiten der ersten Römischen Kaiser, dieseWaa-ren unmittelbar anö Indien erhalten haben, sondernein Theil derselben soll durch die Hände der Perser,und ein anderer durch die Hände der Araber gegangenseyn, ehe er nachAegypten gebracht worden. Von Alexan-drien gingen nach Konstantinopel die köstlichsten Spe-cereien, als alleApothekerkräuter, Zimmet, Nägelchen,Zibet, Moschus oder Bisam, Sennesblätter, Datteln,Arabisches Gummi, Salpeter, Perlen, Diamanten,Smaragden, Corallen, Straußfedern, Mumien, Wall-roßzähne, Aegyptischeö Papier rc. Der OrientalischeHandel wurde vermittelst des rothen und Mittelländi-schen Meeres, und derjenige des Nordens oder vomganzen Norden vermittelst des schwarzen Meeres nachKonstantinopel betrieben. Es war hier der Stapel vonallen Specerei- und Medicinalwaaren, und von allenMineralien, so wie von allen übrigen Waaren inSeide, Kattun, Leinwand, gold- und silbernen Stof-fen, Edelsteinen, Perlen, Wolle, Leder, Wachs, Holz,Eisen, Kamel- und Ziegenhaaren, Corduan, Chagrin,Tapeten, Gold und Silber, Messing- und Stahlar-beiten und andern künstlichen Fabrik- und Manusak-