660 Specereihandel.
braucht, so gehen alle andereWaaren wieder in andereLander, sie waren damals gleichsam die Kommissionaireder Franzosen. Die Holländer lieferten oder führten ih-nen auf eigenen Schiffen zu: alle Materialwaaren,Specereien und Droguen, die sie nicht in Ueberflußoder gar nicht aus ihren Kolonien zogen, besondersGewürze, Stärke, Reis, Harz, Pech, Theer, Tabak,Potasche, Schwefel, Salpeter, Spießglas, Zink,Fischleim, Oel, Wallfischbärte, Juften, Eisen, Stahl,Kupfer, Zinn, Bley, Leinsamen, Flachs, Hanf, Getreideund alle Materialien zum Schiffbaue, die Rückfrachtgeschah wieder mit Holländischen Schiffen. Wennnun auch auf der einen Seite der Gewinn der Hand-lung in Ansehung des Einkaufs und Verkaufs derWaaren uoch so ungewiß ist, so ist doch die Frachtfür die Ausfuhr aus Frankreich und für die weitereAusfuhr aus Holland, der Eingangszoll und das Wa-gegeld, der Lohn für die Ausladung und Einschiffungin den Holländischen Häfen, das Niederlage-, Mäkel-und Kommissionsgeld für eine überaus große Summezur Vermehrung des Reichthums im Staate zu rech-nen. In neuester Zeit hat sowohl der Specerei- wieüberhaupt der Handel in Frankreich durch die vielenKriege, die Unruhen im Innern, durch den Verlustvon St. Domingo:c., manches von seiner ehemaligenGröße verloren, obgleich nicht geleugnet werden kann,daß auf der andern Seite die Kunst-Industrie sehr zu-genommen hat, und der Handel mit Galanterie- undModewaaren sehr ausgedehnt ist. Der Seehandel derFranzosen erstreckt sich durch ganz Europa nach derLevante, der Nordküste von Afrika, Ostindien, China,den vereinigten Nordamerikanischen Staaten, und nachseinen Westindischen Kolonien, von woher es eineMenge Specereien und Droguen in den Handel bringt.— Was den Specereihandel Spaniens an-betrifft, so ist davon schon unter Spanien, oben.