662 Specereihandel.
theilhaften Einfluß, verstopft die Kanäle und hemmtden Lauf oder Gang der ehemaligen Waarenfluth ausallen Gegenden der Welt, und so befinden sich gegen-wärtig die Niederlagen von Lissabon, Oporto, Setu-bal und Faro in einem sehr passiven Zustande, bisnach der Dämpfung der Unruhen, die seht dieses Landzerrütten, sich neue Kanäle für den Handel eröffnenwerden. — Was nun den Nordischen Handel, worunterDeutschland mit begriffen, mitSpecereien,Droguenrc.anbetrifft, so hatte in der neuern Zeit Holland in seinemblühenden Zustande die Niederlage aller Nakurwaarender nordischen Länder, um die mittäglichen Staatendamit zu versorgen; auf gleiche Weise sammelten siebei sich alle Waaren der Staaten gegen Mittag, umdieselben den Ländern gegen Mitternacht zu liefern.Nachdem Holland die Kasse des handelnden Europageworden, so ist es auch die Niederlage desselben ge-worden, wegen der großen Menge ausländischer Waa-ren aller Gattungen und aus allen Europäischen Län-dern, die jederzeit in seinen Häfen in Vorrath waren,um auf das erste Verlangen geliefert zu werden. Seit-dem aber die Großbritannische Verordnung wegen derSchifffahrt, die SchiffsahrtS-Akte, die Holländer in dendortigen Häfen bloß auf die Waaren beschränkt hat,die in ihrem Lande gewonnen werden und unmittelbardaher kommen, hat die Handlung gegen Norden einegroße Verringerung in Ansehung des Waarenvertriebesempfunden, so wie auf der andern Seite die Vergrö-ßerung des Großbritannischen Seewesens in Englanddie Bedürfnisse der Nordischen Waaren, die zu demSchiffbaue erforderlich sind, vermehrt, und so hat sich dieHandlung in den mitternächtlichen Meeren zwischen denHolländern und Engländern getheilt. Im zweiten Drit-tel des verwichenen Jahrhunderts, im Jahre 1753,führte Holland an Waaren nach St. Petersburg für476,491 Rubel, und dagegen aus für 344,792 Rubel,