Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
Seite
688
JPEG-Download
 

668 Specht.

big und an der Wurzel gelblich; der Kopf und Hin-tertheil des Halses sind schön aschfarbig, die Stirn istmit vier oder fünf undeutlichen kleinen, rothen Fleckenbezeichnet, die Nasenlöcher sind mit schwarzen, vor-wärts gebogenen Borsten bedeckt; von den Mundwin-keln geht nach hinten zu ein schwarzer Streifen, gleicheinem Knebelbarte; die Rücken- und Schulterfedern sindblaugrün; der Steiß gelb; die Deckfedern der Flügelgelblich-grün; dieSchwungfedern dunkelbraun mir licht-gelben Flecken; die obern und untern Deckfedern desSchwanzes unten grün; der Schwanz selbst ist braunmit dunkeln Linien durchzogen; unter der Kehle ist dieFarbe weißlich, von da an bis zum After aschgrau,mit einer grünen Mischung; die Füße und Klauensind schwarz. Alan findet diesen Specht in Norwe-gen, auf den Schweizeralpen, besonders aber im nörd-lichen Rußland und Sibirien. Die Tungusen röstendas Fleisch, zerstoßen es, und machen daraus eineSalbe, mit welcher sie ihre Pfeile beschmieren. Diedamit geschossenen Thiere sollen, nach ihrer Behaup-tung, sogleich fallen. Nach Pallas soll es eine Abartunsers oben beschriebenen Grünspechtes seyn; Ottobehauptet jedoch, daß eö eine eigene Art sey, weil erviel kleiner, als die ihm bekannten Spechtarten des ge-meinen Grünspechts ist. — Der gelbe Persi-sche Specht ist auch als eine Abart des Grün-spechts von Büffon angegeben worden. Er soll,nach Willughby wenig in der Größe vom Grün-spechte unterschieden seyn; er hat aber einen dickenKopf und Hals, auch einen langen Schnabel. DieFedern von der Mitte des Scheitels bis zu dem Endedes Schwanzes sind etwas rostroth; der Schnabelaber ist ganz rostroth; die Flüße sind hellblau, dieKlauen schwarz; das klebrige des Körpers gelb, au-ßer, daß die Spitzen aller Flugfedern etwas ins Rost-rothe spielen, und ein Fleck von dieser Farbe dieAugen