724 Speck.
Menge Speck nach Bourdeaux, Westindien rc. aus.Hamburg handelt den Speck nach Schiffspfunden undbezahlt ihn baar in Courant. Westphalen treibt einennicht unwichtigen Handel mit Schinken und Speck,und versendet ihn nach allen Gegenden. Den Haupt-handel treiben damit die sogenannten Fellhändler.
Der Speck wird in der Haushaltung zu verschiede-nen Speisen angewendet. Zu einer Farce nimmt manimmer würflich geschnittenen Speck, dann von denwilden und zahmen Flügelwerken die Leber und denMagen, macht beides rein, schneidet das Grobe vondem Magen ab und gewaschen; dann roh gehackt oderin einem Geschirre mit ein wenig Wasser, ein PaarZwiebeln mit dem Specke zusammen gethan, gekocht,in einen Durchschlag geschüttet, damit es ablause, undmit den Zwiebeln, ein Paar Eyern und zwei Löffeln vollMilch oder süßer Sahne, einer oder anderthalb gerie-benen Semmeln, wie auch mit Salz und geschnittenerCltronenschaale, zusammen ganz fein gehackt. —Man streicht diese Farce unten in die Pastete, wennman siemacht, so erhälcsie einen herrlichen Geschmack.
Speckkuchen. Im Register, unter Kuchen,ist dieser Kuchen hierher verwiesen worden. Mannehme einen Schoppen oder einen halben SchoppenMilch, eben so viel Hefen, ungefähr zwei Maaß feinesMehl, mache davon einen Teig, welcher nicht zu festseyn darf, setze ihn an einen warmen Ort, damit eraufgehe, rühre dann 5 Eyer und Pfd. zerlassenesSchmalz, nur nicht zu heiß, darein, salze den Teig,rühre noch mehr Mehl dazu, daß er recht fest wird,lege ihn auf ein Brett, wirke ihn mit den Händen gutaus, dann mit einem Holze gut ausgewirkt zu einemdicken oder dünnen Speckkuchen, nach Belieben, machekreuzweiö Schnitte darein, bestreiche ihn mit zerklopf-ten Eyern, streue, wie gewöhnlich, ein wenig Salz,Kümmel und würflich geschnittenen Speck darauf,