726 Speckbank. Speckbohne.
streiche den Kuchen mit Eydottern, mit zerschnittenemSpeck, der mit Salz und Kümmel vermischt worden,und lasse ihn ohngefahr eine Viertelstunde lang backen,so ist er gut. Die übrigen mit Speck zubereitetenSpeisen, wie Eyer kuchen, s. unter diesem Artikel,Th. 11, S. 784; Specksuppe, s. unter Suppe;Specktorte, s. unter Torte.
Die Ableitung des Wortes Speck wird verschiedent-lich angegeben. Wachter leitet es von dem EnglischenLaeoii, ein Schinken, ab, welches aber Adelungun-wahrscheinlich findet, weil es zu Bak, Rücken, Er-höhung, oder noch wahrscheinlicher, zu backen, dör-ren, räuchern gehört. Glaublicher ist, sagtAde-lung, daß die wahre Beschaffenheit des Fettes, beson-ders wo es in beträchtlicher Menge vorhanden ist, undwodurch es sich von dem festen Fleisch Unterscheidet,der Grund seiner Benennung ist, so daß dieses Wortvermittelst des Zischlautes aus weich gebildet worden,und als ein Verwandter von Wachs, vielleicht auchvon Pech, backen, kleben rc. angesehen werdenkann. Zu dem Begriffe des Weichen gehört auch derBegriffner Schwierigkeit, Schlüpfrigkeit, daher Speckin einigen Süd- oder Oberdeutschen Gegenden auchfür Schmutz, Unreinigkeit gebraucht wird. Im Osna-brückischen heißt der Speck Schmutte, welches mitSchmutz, Schmitz, ein schmieriges Ding, ein undeben dasselbe Wort ist. In einigen Gegenden ist die-ses Wort ungewissen Geschlechtes. Man sagt: halbabgenagter Speck.
Speckbank, im Wallfischfange, eine Bank oder Erhö-hung, auf welcher der Speck des Wallfisches zerschnit-ten wird.
Gpeckbauch, im gewöhnlichen Leben, ein fetter mit vie-lem Specke bewachsener Bauch.
Speckbohne, eine Art Schmuckbohnen mit sehr stei-schichter Hülse und bunten Bohnen.