Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld. 3

anschafft, immer weniger werden, wodurch die Zirku-lation nothwendig stocken und abnehmen muß. I«einem solchem Falle befand sich im verwichenen Jahr«Hunderte die Oesterreichische Lombardey, welche durchdie stets nach Wien gegangenen großen Summen sehrherunter kam. Dieses war auch die Ursache des Ver«falls der Provence zu ColbertS Zeiten, welchemnicht anders abgeholfen werden konnte, als daß vielekostbare Bauten im Lande, auch der Sitz eines ansehn-lichen Theils der Marine daselbst veranstaltet wurde.Dieses ist auch überhaupt der Fall fast aller Provin-zen großer Reiche, die vom Mittelpunkte zu weit ab-liegen, und nicht sonst durch Natur oder IndustrieHülfsquellen besitzen. Wenn durch das fortgehendebaare Geld die zur Zirkulation erforderliche Summenicht verringert, oder durch das von der andern Seitehereinkommende Geld augenblicklich ersetzt wird, sothut dieses dem Nationalkapitale oder Vermögen nichtnur keinen Abbruch, sondern solches kann dadurchzuweilen einen Zuwachs erhallen. Hierzu gehörtaber ein mehr als menschlicher Beobachtungsgeist,immer genau zu wissen, ob die Summe des baarenGeldes in einem Lande zu> oder abgenommen habe, oderim Gleichgewichte sey, mithin läßt sich auch Vieles insolchen Angelegenheiten nicht mit genauer Gewißheitbestimmen, und man muß sich also oft mit dem Unge-fähren begnügen; allein eö giebt dennoch Fälle, woman mit Gewißheit sagen kann: hier ist Verlust, dortnicht. „Ein armes Land kann mit dem reichen, sagtein Schriftsteller, füglich in einer Art von Gleichge-wicht sich befinden, das ist, es kann einmal auf einengewissen Punkt gebracht worden seyn, bei welchem eSgar nicht so reich ist, als es vor einigen Jahrhunder-ten der Fall war, und gleichwohl kann die Aus-gabe und Einnahme sich dergestalt darin festge-setzt haben, daß wenn es nur so bleibt, wenigstens