Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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» Staatsschuld.

ein weitere« Herunterkommen nicht zu besorgen steht,eben so, wie es zuweilen einem reichen Manne geht,Der eine Zeit über mit seinen Ausgaben dergestalt dieEinnahme überschritten hat, daß sein Kapital merklichverringert worden ist; wenn er endlich seinen Etat wie-der einschränkt und seine Ausgaben mit der Einnahmeins Gleichgewicht bringt, ungeachtet er das Verlorenenicht wieder erhält. Bei Völkern ereignet sich nunKwar die Heruntersetzung am Kapital allemal aufKosten der Bevölkerung, wenn eö aber einmal gesche-hen und verschmerzt ist, so kann man doch, da dieWiedereinbringung des Verlornen sehr schwer halt,zufrieden seyn, wenn es nur nicht weiter geht, zumalwenn man das, was man vom Nakionalreichthumeverloren, an mannigfaltigeren Genüssen und mehrererBequemlichkeit wieder gewonnen hat. Solche Verlustehatte das nördliche Deutschland und Europa einigeJahrhunderte hindurch, da man sich zum Theil nichtmehr mit den schlechteren Natur- und Kunstproduktendes Vaterlandes behelfen wollte, sondern bessere, abertheuere Sachen aus den südlicheren Ländern sich zumBedürfnisse machte, allem Ansehen nach wirklich er-litten; dieses ist jedoch nun einmal geschehen, ohnegerade den Wohlstand zu zerstören und besondere An-leihen von Seiten der Regierungen in dieser Periodezu machen, in welche auch noch der dreißigjährigeKrieg fällt, der Deutschland, und vorzugsweise dasnördliche, ziemlich auggesogen hat." — Es ist dahernöthig, daß bei der Staatswirkhschaft darauf gesehenwirb, daß in allen Provinzen des Landes, besondersin jetziger Zeit, wo die Concurrenz oder Mitbewerbungin der Industrie fast in allen Ländern Europas sehrgestiegen ist, so viele Quellen in Beziehung auf Ge-werbe und Handel nach der Lage und Eigenthümlich-keiten jeder Provinz eröffnet werden, als es nur an-geht, damit die Einwohner Beschäftigung finden, und