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Staatsschuld.
dem Staate mehr schaden, als nützen; sie scheinen ei-nen augenblicklichen Vortheil zu gewähren; allein erist auch nur augenblicklich, und die dadurch dem Landeverursachten Wunden heilen nur langsam. Nichtsscheint aber dem öffentlichen Kredit einer Regierungmehr zu schaden, als die in neuester Zeit von einigenFinanziers angekündigten großartigenMittel, um gleich-sam durch Wunderdinge dem Lande Geld und Kreditzu verschaffen. Das Volk harret ob der Dinge, dieda kommen sollen, und glaubt mit einem Schlage dasLand aus aller Geldverlegenheit gerettet zu sehen; al-lein es geht diesen Finanzoperationen wie dem Bergein der Fabel, der bei seinem Getöse einen feuerspeien-den Schlund zu eröffnen anzukündigen schien, abernur eine Maus hervorbrachte. — Durch nutzloseoder unnöthige Verschwendungen, welchevon Seiten der Regierung begangen werden, beson-ders wenn diese Verschwendungen mehr das Geld nachdem Auslande führen, als eS im Lande zu lassen,wird gleichfalls der Staat mit Schulden belastet. Imletzteren Falle, wenn nämlich große Summen im Landeverthan werden, wird das Nationalvermögen nicht ge-schwächt, wenn gleich das Staatsvermögen oder viel-mehr das Vermögen der Regierung leidet. Man hatdieses in verschiedenen Staaten gesehen, wie solchesaus der Geschichte bekannt ist. Die Verschwendun-gen, welche oft den Höfen in souveränen Staaten zu-geschrieben wurden, waren nicht immer als solche zubetrachten, wenn sie gleich oft Staatsschulden im Ge-folge hakten; denn oftmals geschahen sie zum Wohledes Volkes, um dieses zu beschäftigen, ihm Mittel zuseinem Unterhalte oder seiner Erhaltung zufließen zulassen, und diese Ausgaben wurden dann von den Fein-den der Regierung oder des Hofes dem Volke alsVerschwendungen vorgestellt, die nur dienten die Ab-gaben zu erhöhen oder zu vermehren, sie wurden, ihmVcc. tech. E«c. Th. 6UXV. B