26
Staatsschuld.
schuldig, und verzinset solche größtentheils nur mitdrei Prozent, nachdem er es 1?50 gewagt hatte, umein Prozent Zinsen zu ersparen, Alles aufzukündigen;sein Kredit war aber so groß, daß die Meisten ihreKapitalien nicht verlangten. Die Abgaben machtensehr verschiedene Fonds aus, worauf jede Anleihe be-sonders angewiesen war, da dieses aber mit vielen Be-schwerlichkeiten verknüpft blieb, so wurden solche zu-sammengeworfen, woraus dann der UMroZato kunäund General tunä entstanden, doch blieb der Südsee-Fonds für sich. Aus diesen Fonds werden zuvörderstdie Zinsen bezahlt. Was von den verschiedenen Ein-fünften übrig bleibt, welches besonders nach Herab-setzung der Zinsen sehr wichtig ist, heißt der sinkendeFonds (sinkikiK tunä), welcher eigentlich zur Til-gung der Schulden angewendet werden soll, jedochwerden daraus zuvor die Summen an den König fürdie Civilliste oder für dessen Ausgaben bezahlt; oft wer-den darauf auch noch andere große Summen angewie-sen, und im Kriege ist an keine Bezahlung der Schul-den zu denken. Die Nation hat zu verschiedenenZeiten um Abbezahlung der Schulden geschrieen,und es sind auch Entwürfe dazu genug gemacht wor-den, sie helfen aber nichts, weil man damit nichternstlich zu Werke geht. Mit dieser Angelegen-heit vertraute Engländer waren schon vor mehr dennfünfzig Jahren der Meinung, daß solches in einemZeitraume von achtzig Jahren geschehen könne; alleinso lange der jetzige Staatshaushalt bestände, wäre garnicht daran zu denken. Man habe auch den Einwurfgemacht, daß die Staatsschulden erhalten werdenmüßten, weil die reichsten Familien Großbritanniensdadurch an die Regierung gekettet würden, indem dieSicherheit ihres Kapitals und die Gewißheit der Wie-dererstattung desselben von der jetzigen Thronfolge ab-hänge; indessen würden dazu doch keine so ungeheure