29
Staatsschuld.
kostete es nicht Frankreich, dazu 22 Millionen Livresaufzubringen; dagegen wurden in England die aufzu-bringenden Summen immer eher angeboten und ge-zeichnet, als das Parlament sie bewilliget hatte, undselbst in dem genannten Kriege, der übrigens der Na-tion so verhaßt war, weil er durch ganz unpolitischeMaaßregeln veranlaßtworden, machte es keine Schwie-rigkeiten 100,060 Pfd. Sterl. mehr jährlich für dieCivilliste, 20,000 Pfd. St. zur Bezahlung der Schul-den Pitts, und 1 Million Pfd.St. zu unbestimmtengeheimen Ausgaben zu bewilligen, der andern außer-ordentlichen Ausgaben nicht zu gedenken, und sobalddiese Summen nur bewilliget worden waren, wurdensie ohne Schwierigkeiten herbeigeschafft. Bei der ge-ringsten Besorgniß fielen dagegen im AmerikanischenKriege die öffentlichen Fonds in Paris merklich herab,während die Großbritannischen im Werthe blieben,kroß dem Geschrei der Engländischen Pseudo-Patrio-ten; nur die Künste der Stockjobberö haben zuweilenauf einige Tage eine Veränderung hervorbringen kön-nen. In den Kriegen mit der Republik Frankreich undunter Napoleon hat England die größten Kräfteentwickelt, und auch hier reichten sie aus, wenn cS gleichbei den Unruhen in den Fabrikstädten durch die Stok-kling des Handels und den dadurch verursachten Man-gel an Absatz bedeutende Summen den brodloscn Ar-beitern zahlen mußte, um die Ruhe im Lande ausrechtzu erhalten, so gelang es ihm dennoch Alles zu beseitigen.Mit welchem Muthe man in England während derContinemalsperre durchNa poleon und des von dem-selben nach Rußland gespielten Krieges 1812, alledaraus für den Staat fließenden Widerwärtigkeiten,selbst bei den eigenen Kämpfen in Spanien mit denFranzosen, zu tragen bereit war, geht aus einem Be-richte aus London des gedachten Jahres hervor, worines heißt: „Der gegenwärtige Krieg wird uns noch Geld,