Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld. SS

seit 1717, als der Zeit von dessen Errichtung bis 1796,gezogen hakte, wurde auf 80 bis 90Mill. Pfd. St. ge-rechnet. Seit 1757 sind die Zinsen der damals gewesennen Nationaljchuld nicht weiter heruntergesetzt worden.Diese dreiprozenkigen Kapitalien werden nun conso-lidirte Stocks oder Annuitäten stlousolitis-töä 3 per 66»t ^unuitie«) genannt, und die An«theile daran Aktien, welche von einem Znhaber aufden andern übertragen werden können. Durch diemehrmalige Herabsetzung der Zinsen, wenn gleich aufeine rechtmäßige Weise, mußte das geliehene Kapitalan seinem Werthe verlieren, und die jährlichen Rentenvon drei Prozent zu einer Waare werden, die von demgrößeren oder geringeren Zutrauen des Publikums zuden Brittischen Finanzen, und von andern eintretendenConjuncturen ihren Preis erhält, und wie jede Waaresteigt und fällt. Hieraus entsteht der Aktienhandel,den die Engländer Stockjobberey, und die Aktien-Händler Stockjobbers nennen. Diese Stockjob-bers sind feine Spekulanten, die unzählige Kunst,griffe anwenden, um die Aktien nach ihrem Vortheilebald steigen, bald fallen zu machen. Wollen sie z. B.beträchtliche Summen einkaufen, so suchen sie undihre Mandanten den Preis der Stocks herunterzu-bringen, indem sie falsche Zeitungsnachrichten, z. B.im Kriege von Verlornen Schlachten rc., ausbreiten,wodurch sie die Aktien um 1 ober 2 Prozent sinkenmachen; wollen sie dagegen Summen verkaufen, soverbreiten sie wieder das Gegentheil, nämlich Gerüchtevon gewonnenen Schlachten, eroberten Festungen,oder vom abgeschlossenen Frieden rc., um die Aktienin die Höhe zu treiben. Sind die Aussichten fürGroßbritannien vorkheilhast, oder suchen auswärtigeKapitalisten ihre Gelder in großen Summen unterzu-bringen , so gehen die Stocks in die Höhe. So stie-gen beim Ausbruche der Französischen Revolution, als