Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

manche Finanzoperation bedeutend vermindert wor-*den waren, immer wieder von Neuem; denn inden Kriegen mit Oesterreich, England und Holland,und in dem mit Preußen, dem siebenjährigen, warendie Staatsschulden um 737 Millionen Livres ver.mehrt worden, und so waren diese Schulden unter derRegierung dieses Königs bis zu feinem Tode, 1774,wieder auf 4000 Millionen LivreS angewachsen. Undwie hoch würde sich diese Summe nicht belaufen ha-ben, wenn die Führung der Staatsverwaltungin den Regierungsjahren Ludwig's des Vier-zehnten und Ludwig's des Fünfzehnten nichtauch in die Hände von klugen, rechtschaffenen unddem Vaterlande ergebenen Männern gekommen wäre,wie Colbert, Noailles und Fleury. Als derzuerst genannte Minister seine Stelle als General-Con-trolleur der Finanzen unter Ludwig dem Vier-zehnten antrat, betrug die Einnahme, bei einemAusfall oder Deficit von 28,200,000 Liv., 84,200,000Liv., und schon nach sieben Jahren war das Einkom-men um 12 Millionen Liv. vermehrt, Und die Staats-schuld um 30 Millionen vermindert, und dabei warennoch die rückständigen Steuern von 1647 bis 1657ganz erlassen worden; auch blüheten Fabriken, Manu-fakcuren und Handel, nur der Ackerbau entging seinerAufmerksamkeit. Noailles, bei seiner nur kurzenFinanzverwaltung, suchte gleichfalls die Schulden zumindern und die Abgaben zu erleichtern, und er würdevielleicht dem sich selbst gesteckten Ziele von fünfzehnJahren, zur Erreichung seines Zweckes: die SchuldenFrankreichs zu tilgen, nahe gekommen seyn, wenn ihnnicht der Schotte Law, wie schon oben angeführtworden, mit seiner Aktienbank von den Staatsgeschäf-ten entfernt hätte. Fleury war gleichfalls bemühetden gesunkenen Kredit Frankreichs durch eine weiseStaatswirthschast wieder zu heben; denn er ordnete<l)ec. rech. Enc. Th. 6I.XV. E