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Staatsschuld.
Auch sahe die Regierung hier durch die Finger, weilder Staat dabei gewann. Ein Schriftsteller sagtüber den Zustand des Geldverkehrs in Holland in derletzten Hälfte des verwichenen Jahrhunderts Folgen-des*): „Es würde einen großen Nachtheil für denStaat gehabt haben, wenn derselbe 1500 Millionen'Gulden verliehenes Geld wieder zurück bezahlt erhaltenhätte, oder diese große Summe durch in Kraftfttzungdes Verbots gar nicht aus dem Lande gekommenwäre. Es giebt in Holland eine große Menge reicherLeute, die mit ihrem Vermögen nicht das Geringsteverdienen können, weil eS ihnen in ihrem Lande un-möglich ist, ihr Geld auf Zinsen anzulegen. In derHandlung kann es gar nicht gebraucht werden, weildiese, ungeachtet die 1500 Millionen Gulden aus demLande weggeliehen worden sind, immer noch so vielGeld hat, als nöthig ist; und dasjenige, was darinzirkulirt, sich, dem Umfange nach, aus eine solche Artverhält, daß man nicht einmal 100 Millionen Guldenhinzusetzen dürste, ohne alle Handelszweige zu über-treiben, und folglich ihren Untergang zu befördern.Die Handlung bringt ohnedies schon mehr als zu we-nig ein, indem der Gewinn, den sie abwirft, beinaheallein auf die Frachft-KommissionBank« und Asse-kuranz-Handlung ankommt. Dieselbe Bewandniß hates auch mit den unbeweglichen Gütern und den Schei-nen der Generalstaaken in den Provinzen. Es dürf-ten in Holland nur etwa 200 Millionen Geld mehrvorhanden seyn, die man unterzubringen trachtete, sowürde man mit dem Gelde gegen Produkte undScheine nicht ein halbes Prozent verdienen, undgleichwohl würde wegen des zu geringen Werthes desGeldes, Alles, was man zum Lebensunterhalte brauchte,übermäßig theuer seyn, und man würde mitten unter
*) Handlung von Holland rc. S. 356.