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Staatsschuld.
heißt, der sieben vereinigten Provinzen, als von deneneiner jeden einzelnen Provinz, Vieles abgezahlt wor-den, und die beiden Provinzen Geldern und Obeiysslhatten sich völlig davon befreiet; aber der schon obenerwähnte Krieg mit England machte wieder neue An.leihen nothwendig. Die Schulden Hollands sind abernicht drückend für den Staat, weil er nur geringeZinsen giebt, und meistens seine eigenen Bürger zuGläubigern hat. Man rechnete im letzten Drittel desvxrwichenen Jahrhunderts, daß England und Frank-reich zusammen 330 Millionen, und Oesterreich, Ruß-land, Dänemark, Schweden, Sachsen und andereDeutsche Fürsten 250 Millionen Holländischer Gul-den an Einwohnern Hollands schuldig waren. Rech«net man diese Summe von 580 Millionen Guld. nurzu 4 Prozent, so brachte sie jährlich 24 MillionenGulden Zinsen aus fremden Staaten ins Land; undauch noch jetzt hat Holland bedeutende Kapitalien imAuslande stehen, die Geld aus fremden Ländern ein-bringen. Wenn nun gleich der Staat viele reicheEinwohner zahlte, so war er doch selbst arm, welchesaber in der schlechten Staatswirthschaft gelegen habensoll; denn nach einem Schriftsteller sollen die öffent-lichen Gelder durch zu viele Hände gegangen seyn, ehesie in die allgemeine Kasse geflossen sind, so daß sichwenigstens die Hälfte davon verloren hat, die andernHänden überkam, aber nicht denen des Staats. Diedrei Hauptquellen in der Republik Holland bis zu ihrerAuflösung, die als nicht versiegbar betrachtet wurden,waren: 1) dieLandeöeinkünste, welche man vermittelstder Accise, der Zölle von den eingehenden Waaren,und der Steuern, die dem Volke aufgelegt wurden,erhob. Sie waren stets ansehnlich, besonders bei derdurch den blühenden Handel und die Gewerbe sicherhobenen starken Bevölkerung ; denn bloß eine Kopf-steuer oder andere außerordentliche Auflage, die man