Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

vermöchte es wohl, diese Last auf sich zu nehmen? DerThron ist nur ein Ding von Holz mit Sammet über.zogen. Ich, ich allein bin der wahre Repräsentantdes Volkes. Wenn ich mich nach Euch richtenwollte, so würde ich dem Feinde mehr abtreten, als erselbst verlangt. In drei Monaten sollt Ihr Friedenhaben, oder ich will zu Grunde gehen. Ich stehe da-rum an der Spitze der Nation, weil Euch die derma-lige Staatöverfassung so recht ist. Sollte Frankreicheine andere Constitution verlangen, welche mir nichtrecht wäre, dann würde ich sagen: sucht Euch einenandern Souverän. Die Feinde sind gegen mich nochweit mehr, als gegen Frankreich erbittert; allein sollich mir darum erlauben das Reich zu zerstückeln?Opfere ich nicht meinen Stolz und meine Ansprücheaus, um Frieden zu erhalten? Ja, ich mache An»sprüche, weil ich große Dinge für Frankreich gethanhabe. — Uebrigens bedarf Frankreich meiner mehr,als ich Frankreichs bedarf." — Den Schluß derRede des Herrn Raynouard, Mitglieds des gesetz-gebenden Corps, worauf die Adresse an den Kaisersich gründet, lautet: „Ein barbarischer und zweckloserKrieg verschlingt periodisch unsere Jugend, die mander Erziehung, dem Feldbaue, dem Handel, und denKünsten entreißt. Gehören denn die Thränen derMütter und der Angstschweiß der Völker mit zu demEigenthume der Herrscher? Es ist Zeit, daß die Na-ttonen wieder einmal zu Athem kommen ; es ist Zeit, daßdie Mächte der Erde endlich aufhören einander zu guä-len und zu zerreißen; es ist Zeit, daß die Throne befe-stiget werden, und daß man aufhöre Frankreich denVocwurf zu machen, es wolle mit dem Brande seinerRevolution die ganze Welk entzünden!" —Freilichwürden die in Folge dieser Revolution ausgebrockenenund bis 1815 abwechselnd in Europa fortgedauerteuKriege, außer d-en andern großen Uebeln, den Staa-