113
Staatsschuld.
mit Zinsen in 5 prozentigen Papieren zugestellt wer-den. Diese Einkünfte gehen vom Isten Januar 1835an. Das aus den Amerikanischen Papieren Herstam-mende Kapital, welches die Regierung von Cadix zuandern Zwecken verwandt halte, wird in das großeBuch der öffentlichen Schuld eingetragen. Was dieErwerber solcher Güter betrifft, die während der con-stitutionellen Epoche dem Staate einverleibt wordensind, so sollen diejenigen, welche die Güter von 1820in consolidirten Valeö bezahlt haben, 4 Prozent Ren-ten dafür erhalten, entweder dem Inhaber zahlbaroder auch übertragbar: dagegen sollen diejenigen,welche sie in gewöhnlichen Vales bezahlt haben, dafürH in 4 Prozent Renten, und das andere Drittel inPapieren der laufenden Schuld zu 5 Prozent erhalten.Man hoffte, daß die Veräußerung der Brache liegen-den Kirchen- und der Kommunalgüter zum öffent-lichen Besten, welche zu einem Werthe von 3000Millionen Realen angeschlagen worden, zur Hebungdes öffentlichen Kredits sehr viel beitragen werde. Mitder Verwaltung der Finanzen durch den Grafen To-reno schien man aber 1835 nicht ganz zufrieden zuseyn, und so trat zu Ende des Septembers des ge-nannten Jahres Hr. Mendizabal, früher Agentder Portugiesischen Regierung in London, an dieSpitze der Finanzen, und wurde mit eben dcr Begeiste-rung von dem Volke aufgenommen, als ehemalsNecker in Frankreich. Er versprach bei seinem Ein-tritte ins Ministerium die Rechte der Königin Jsa-bella und das konstitutionelle System, in Beziehungauf seine Staatsverwaltung, aufrecht zu erhalten, undAlles zu thun, um die Finanzen zum Besten desStaats zu ordnen. Wie sehr gleich anfangs sein Er-scheinen am StaatSruder Vertrauen in allen Stän-den und Klassen des Volks zu ihm erweckte, gehtdaraus hervor, daß selbst die Frauen nicht zurückstehen
H2