Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

Isten July 1834 bis 30steu Juny 1835 dieseFinanz-angelegenheit schloß; man hoffte aber damals durchden Verkauf von National- und Kirchengütern auchdiese Sorge zu beseitigen. Der erste Artikel des Ge-sehentwurfs wegen des Verkaufs von Nationalgütern,wofür Portugiesische Staatsschuldscheine r»I pari inZahlung genommen werden sollen, ging am 8ten Fe-bruar 1835 in der Kammer der Abgeordneten mitgroßer Mehrheit durch. Man schahte dieses Grund-eigenthum der National- und Kirchengüter in derProvinz Estremadura zu mehr als 2,600,000 Psd.St., in den sieben andern Provinzen, Algarvien nichtmitgerechnet, zu 14,500,000 Psd. St. Aus Eng-land, Belgien, Frankreich und den vereinigten Staa-ten von Nordamerika waren bis zum 13ten April desgenannten Jahres, weil dieser Verkauf der Gütermit dem Monate Juny beginnen sollte, schon Auf-träge zum Ankaufe angelangt. So z. B. hat einBrittisches Haus zu diesem Behufe 125,000 Psd.St. angewiesen. Bis zum September 1835 wardas Resultat der Güterverkäufe nach den Berichtenaus England überaus günstig ausgefallen; denn die Re-gierung hatte bereits für 200,000 Psd. St. verkauft,und wenn die nächsten Auktionen eben so günstig aus-fallen, so hofft man es noch vor Ablauf des MonatsSeptember auf eine halbe Million Psd. St. in diesenVerkäufen zu bringen. Auch die fruchtbaren Marsch-gründe und Ebenen von Riba Tejo sollen bis Endedes genannten Jahres zum Verkaufe bereit seyn.Man hofft durch die Summen, die aus diesen Ver-käufen gezogen werden, das große Deficit in dem Bub-gete zu decken, welches in dem ersten Quartale dieses1836sten Jahres nach dem vom Finanzminister vor-gelegten Budgete 3385 Contos de Reis betrug; danun daö Conto des Reis — 2830 Fl. ist, so ergiebtdiese Summe ein Deficit über 10 Millionen Gulden.