Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

Überhaupt soll das Deficit der letzten drei Jahre nichtweniger als 8000 Contos, also über 23^ MillionenGulden betragen haben. Wenn man den Privat,Nachrichten aus Lissabon Glauben schenken darf, sosoll der Finanzminister CampoS im December 1835durch einen Vergleich die Bankdirektoren bewogen ha«den, der gänzlichen Erschöpfung des Staatsschatzesdurch eine Anleihe von 78,000 Pfd. St. gegen dasVersprechen der Rückzahlung in drei Monaten, undauf eine Bürgschaft von 400 Contos de Reis Pa-piergeld, die eigentlich verbrannt werden sollten, einEnde zu machen; dessenungeachtet soll der Schatz wie-derum leer und die Kreditlosigkeic des Ministers sogroß seyn, baß ihm selbst Wucherer unter keiner Be-dingung einen Conto vorstrecken wollen. Um die Finan-zen zu heben, sind bedeutende Ersparungen eingetreten.So befiehlt ein Dekret die Herabsetzung der Beamten-geholte von 75 Psd. St. jährlich um 20, von 200Pfd. um 25, und von 400 um 33 Prozent. DerMinister Sa da Bandeira hat auf seinen ganzenund die übrigen auf ihren halben Gehalt verzichtet;die Königin selbst will ihre tägliche Einnahme um400 Millereis vermindern, und auch die Herzoginvon Braganza und die Jnfantinnen wollten sich zuReduktionen in ihrer Einnahme entschließen. Auchsollen Ersparungen in der Armee und Flotte zum Be-laufe von 40,000 Pfd. St. monatlich eingeführtwerden. Durch die Abschaffung der Zehnten sind dieSteuern auf 3 bis 5 Prozent in der Einnahme herab-gesetzt worden. Das Volk war bis zum 30sten Juny>835 mit nicht weniger als 615,000 Pfd. St. fürAbgaben im Rückstände. Am 9ten Januar 1836hat die Depucirtenkammer das Ministerium zur Aus-gabe von Staatsschuldscheinen zum Belaufe von12,000 Contos autorisirt, welche täglich von 100,000Reis, 10 Reis Zinsen tragen, bei allen öffentlichen