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Staatsschuld.
Die Staatsschulden Oesterreichs datirensich schon aus einer früheren Zeit, doch laßt sich dieseZeit nicht genau angeben, weil es dazu an schriftlichenDokumenten fehlt; sie entspringen hier aber auch ausden vielen Kriegen, die dieser Staat sowohl in Italienund Deutschland, als auch gegen die Türken zu füh-ren hatte, und dann auch bei den vielfachen Unruhenin Böhmen, Ungarn und den Niederlanden. Haupt-sächlich sind aber die Schulden in den Kriegen mitFrankreich, welche seit der Revolution bis zum Jahre1815 abwechselnd gedauert haben, sehr vergrößertworden. Wie viel die Staatsschulden von Oesterreich,überhaupt des ganzen Oesterreichischen Kaiserreichs,vor der Revolution in Frankreich betragen haben, fin-det man nirgends genau verzeichnet, weil man damalsnoch den ganzen Finanzzustandin vielen Staatenals ein Geheimniß zu bewahren pflegte, und daherläßt sich auch über diesen hier nicht viel aus den frü-heren Zeiten dieses KaiserkhumS sagen. Im Jahre1770 betrug die StaatSschulden-Sseuer für das Erz-herzogkhum Oesterreich 1,462,975 Gulden 23 Kr.,wovon 971,849 Guld. 5 Kr. auf das Land unter derEns, und 491,126 Guld. 18 Kr. für das Land obder Ens kommen. DaS°Königreich Böhmen bezahlteeine Staatöschuldensteuer von 1,002,603 Guld. 25Kr.; das Markgrasthum Mähren: 409,013 Guld.47 Kr.; das Herzogkhum Steyecmark: 656,429Guld.29 Kr.; das Herzogthum Kärnthen: 31,784Guld. 35 Kr.; das Herzogthum Krain: 82,621 Guld.41 Kr.; in Summa: 3,645,427 Guld. 50 Kr.Staatöschuldensteuer. Von den übrigen zu Oester-reich gehörigen Ländern oder Staaten sind keineStaatsschuldensteuern bekannt geworden. Bis zumWiener Frieden 1809 betrug die OesterreichilcheStaatsschuld 1200 Millionen Gulden, deren Zinsenallein ein Drittheil der gesummten Staatseinnahme,