Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld. 133

die sich vor dem genannten Frieden auf lOOMillionenGulden belief, wegnahmen. Die StaatseinkünfteOesterreichs haben unter Kaiser Karl dem Sech-sten in seiner größten Macht, nämlich von 1718 bis1735, ungefähr 40 Millionen Gulden betrogen; un-ter seiner Tochter und Nachfolgerin in der Regierung,der Kaiserin Maria Theresia, hat sie der Grafvon Chorek, 1756, bis auf 57 Millionen Guldengesteigert. Friedrich der Große schätzte sie auf61 Millionen Gulden oder 40 Millionen Thaler(Büschings Beiträge zu der Lebensgeschichte denk-würdiger Männer, Th. 5, S. 228); in KasparRisbeck's Briefen eines reisenden Franzosen sollendie Einkünfte der Oesterreichischen Erblande jährlich82 Millionen Kaisergulden oder 98,400,000 Guld.Rheinisch betragen; im Jahre 1770 machten sie nachdem Staats-Inventarium des Hofes 90,398,156Gulden aus, zu welcher Summe allein das Erzherzog-thum Oesterreich oder das Land unter und ob derEnS23,014,276 Fl. 33S Kr., und das Königreich Böh-men 15,736,063 Fl. 59L Kr. beitrugen. Bei diesemletzten Reiche betrugen die Ausgaben 15,100,091 Fl.2^ Kr.; es blieb daher der Regierung ein Ueberschußvon 635,972 Fl. 57^ Kr. Das MarkgrafthumMähren trug bei: 5,793,120 Fl. 5^ Kr.; das Her-zogthum Steyermark 5,889,221 Fl. 39Z-Kr.; dasHerzogthum Kärnthen 2,386,884 Fl. 32Z- Kr.; dasHerzogthum Krain 2,089,952 Fl. 43 Kr.; Friaul357,363 Guld. 41H Kr.; die Grafschaft Tyrol3,658,712 Guld. 27 Kr.; das Königreich Ungarnträgt dazu an 15 Millionen Gulden bei, und da§ Ue-brige die andern Länder der Oesterreichischen Mo-narchie. Zu Ende der 1780ger Jahre, in den letztenRegierungsjahren des Kaisers Joseph des Zwei-ken, betrugen die Einkünfte schon 100 MillionenGulden, die unter seinem Großvater, dem Kaiser