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Staatsschuld.
dort zahlreiche und theils sehr begüterte Adel verzehrte,die Einkünfte aus den Bädern Eger, Töplitz undKarlsbad, und was daselbst die Fremden verzehrenund kaufen, welches in Karlsbad allein jährlichüber 250,000 Gulden betragen soll, den HandelBöhmenö mit verschiedenen Produkten, besondersmit Glaöwaaren, Böhmischen Steinen, Leinwand,Spitzen, Tüchern rc. rc.; dann in Ungarn die reichenMagnaten, die bedeutende Einkünfte haben, und siegrößtentheils wieder ins Publikum fließen lassen, unddann der Ungarische Handel rc., und so die verschie-dene Quellen in den andern Ländern deS Kaiserreiches,und man hat hier eine Skizze von der Beförde-rung der Gewerbsamkeit durch diese Quellen in 'ollen Theilen dieses Staate vor der Erhebung derFabriken und Manufakuren, überhaupt des Kunst-fleißes, der jetzt an die Stelle so mancher früherenBeschäftigungsquellen getreten ist, welche durchdie Kriege mit Frankreich rc. versiegt sind. —
Die Staatsschulden und der Finanzzu-standPreußenS können aus früheren Zeiten ebenso wenig bestimmt werden, als bei den andern souverä-nen Staaten, weil theils die Finanzverhältniffe auch hiergeheim gehalten wurden, theils mangelte rS auch aneiner richtigen Rechnungsführung; denn von einerStaatSbuchhalterey, wie sie jetzt eingeführt worden,war in früheren Zeiten nicht die Rede. Der Finanz-zustand des Churfürstenthums oder der Mark Bran-denburg in den frühesten Zeiten war durch eine unre-gelmäßige StaatSwirchschaft nicht sehr Vortheilhaftfür den Regenten. Nach dem von dem MinisterFriedrichs desGroßen, demGrasen vonHerz-berg herausgegebenen Landbuche dieses Churfürsten«thums, welches Kaiser Karl der Vierte im Jahre1375 hatte anfertigen lassen, brachte die Churmarknur auf 6500 Mark Dilbers ein, weil der Landessürst