Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

ihrer neuesten Wiedergeburt und Umwandlung, der'Betriebsamkeit der Bewohner, und der kräftigen Un-terstützung von Seiten des Monarchen in Wegräu-mung aller Hindernisse, welche den Kredit schwächen».dadurch die Industrie u. den Handel lahmen können,verdankt der Staat auch in dieser neuesten Periode,seit dem Befreiungskriege, wieder ein bedeutendes Ge-wicht in der Gewerbs, und Handelswelt. Nicht we-niger wirken die freigebigsten Unterstützungen in denKünsten und Wissenschaften vom Throne herab aufden Geschmack und die Ausbildung der Bewohner zuden Gewerben, und zur Steigerung der Industriezum Vortheil der Finanzen und des StaatSvermögenS.

Die Staatsschulden Bayerns, aus dessenFinanzzustand hervorgehend, sind aus den früheren Zei-ten , wegen Mangel an Veröffentlichung des Finanz-zustandes, eben so ungewiß anzuführen, wie bei denandern Staaten. Unter dem Herzoge Wilhelmdem Fünften, genannt „der Fromme," der biszum Jahre 1598 regierte, und sehr viel auf die Geist-lichkeit verwandte, geistliche Schauspiele mit vielerPracht aufführen ließ, belief sich die Staatsschuld imJahre 1588 schon auf 1,500,000 Guld., eine für da-malige Zeit schon ungeheure Summe, welche Schul-denlast jedoch nicht unter seiner Regierung allein ge-macht worden war, sondern wozu auch seine Vorgän-ger Beiträge geliefert hatten. Unter seinem Sohneund Nachfolger, dem Herzoge Maximilian demEr sten, der späterhin den Churfürstentitel erhielt, undder im dreißigjährigen Kriege als das Haupt derLigueoder des katholischen Bundes sich auszeichnete, wur-den die Finanzen wieder geordnet, Ackerbau, Gewerbeund Handel befördert, Wissenschaften und Künste er-hoben, und die Schuldenlast vermindert, indem sich aufdem ersten Landtage unter seiner Regierung die Ständebereit erklärten, 1 Million der Staatsschulden zu über-