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Staatsschuld.
nehmen, und der Herzog dagegen versprach, wenigstensohne dringende Ursachen, keine neue Schulden zumachen. Durch Herstellung und Verbesserung derLandstraßen, Ausrechthaltung der wieder begonnenenSicherheit auf denselben, belebte er von Neuem dengesunkenen inneren Verkehr; kurz sein ganzes Be-streben ging dahin, ohne karg zu seyn, indem er einenglänzenden Hofstaat unterhielt, durch weise Sparsam-keit, Ordnung und strenge Gerechtigkeit dem Landewieder Ansehen und Kredit zu verschaffen, und densehr gesunkenen Wohlstand der Landleute und Bürgerzu heben, und gewiß wäre es ihm gelungen, hätte nichtder ausgebrochene dreißigjährige Krieg allen dieseneifrigen Bestrebungen ein Ende gemacht, in welchemeine lange Zeit über der Kriegsschauplatz Bayern war,auf welchem die Schweden hausten, große Summenals Brandschohung eintrieben, und dabei das Landverwüsteten, in welchem Zustande eö nach Maximi-lians Tode, 1651, seinem Sohne und Nachfolger,dem Churfürsten Ferdinand Maria, verblieb, derdas Land durch Aufmunterung der Gewerbe und desHandels wieder blühend zu machen suchte, welche Be-strebung ihm auch in dem Grade gelang, daß schonnach zwanzig Jahren die Spuren der Verwüstungendes dreißigjährigen Krieges getilgt waren. Hätte die-ser Fürst auch den Ackerbau so berücksichtiget, wie dieHandwerke, Künste und den Handel, so würden seineEinkünfte, die schon als bedeutend angegeben werden,sich noch mehr vermehrt haben. Sein Sohn undNachfolger, Maximilian der Zweite, welchervon 1680 bis 1727 regierte, war mehr kriegerisch, alshaushälterisch, und da er als Statthalter der Nieder-lande, die ihm gegen ein ansehnliches Jahrgehalt vomKönige Karl dem Zweiten von Spanien zur Ver-waltung überkragen worden waren, nicht in seinemLande, sondern größtentheils in Brüssel, von einemOec. rechn. Euc. Lh. Ll^XV. O