Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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224 Staatsschuld.

der Schneeberger Gegend entdeckte man in'den Jak-ren 1469 .— 70 ble ersten Spuren davon, und diebeiden Prinzen Ernst und Al be rt, welche in ihmJugend von Kunz von Kaufungen und Wil-helm vonMosen geraubt wu den, erlauben die An-legung der Stadt. In fünf Jahren darauf galt einKux dafelbst schon 1000 bis 2000 Florin, was fürjene Zeit schon eine ungeheure Summe war; alleindie Ausbeute überstieg auch Alles, waö man nur den-ken konnte; denn man vermochte das gewonnene Sil-ber nicht schnell genug zu vermünzen, und schickte denLeuten nur Silberkuchen ins HauS; nur die Vorneh-men und Begüterten bekamen gemünztes Geld, worübermanche Klage bei dem neuen Rathe geführt wurde,der die Erlaubniß zu münzen hatte. Die Armenmüssen mit Siiberkuchen verlieb nehmen, und dieReichen bekommen Münze! rief eine gewisse Maaßne-rin in ihrer Bittschrift an den Rath aus. Der EiferSilber zu suchen kannte keine Grenzen; denn je mehrman fand, um so mehr schärfte und schlug man ein.Der Herzog Albrecht speißte an einer Silberstufein einem Schachte, der im Jahre 1478 253,064Rkhlr. Ausbeute gab. Alle Sitze waren in Silbererzgehauen, und man schätzte diese Masse auf400Cent.,woraus gegen 80,000 Mark Silber gewonnen wur-den. Albrecht sagte zu seinen Räthen: „UnserKai-serFrie brich ist zwar reich, gleichwohl weiß ich, daßer jetzt keinen so stattlichen Tisch hat. Seitdem sechzehn-ten Jahrhunderte hat dieses Bergwerk sehr abgenom-men, indessen liefert es auch jetzt noch 5 bis 600MarkSilber jährlich. Die Froiberger Silberwerke sindjetzt die mächtigsten für Sachsen. Von dem ganzenin fünf Bezirke getheilten Reviere dieser Werke, liefertedie einzige Grube, der Himmelsfürst, von 170lbis 1800 1,005,500 Rchlr. reinen Ueberschuß, alsojedes Jahr über 10,000 Thaler. Am13ten July1"^'