Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

entdeckte man eine massivgewachsene Silberstufe von2500 Rthlrn. Die Grube beschere Glück gab inZeit von vier und vierzig Jahren 1,330,000 Rchlr.Ausbeute, und auch hier fand man noch 1801 in einerTiefe von 828 Ellen einige Klumpen gediegenes Sil-ber, von 4 bis 5 Pfd. am Gewichte. Dieses hier An-geführte dient nur zu beweisen, daß Sachsen in jederBeziehung ein sehr gesegnetes Land ist, und es hiernur auf eine zweckmäßige Finanzwirthschast ankommt,um das Land in der Industrie und dem Handel blü-hend zu erhalten, um daraus reichliche Einkünfte zuziehen, und die erlittenen Kriegsdrangsale um so schnel-ler vergessen zu machen. Auch hat Sachsen einigeMale außerordentliche Einkünfte gehabt, wie z. B.nach dem Tode des Churfürsten von Bayern, Maxi-milian Josephs, wo dessen Schwester, die ver-witlwete Churfürstin von Sachsen, Gemahlin Fried-rich Christians, der nur zwei Monate als Chur-fürst regiert hakte, als Allodialerbin ihres Brudersauftrat, und ihre Rechte ihrem Sohne, dem Churfür-sten Friedrich August dem Dritten, übertrug,welcher mit einem Heere, im Vereine mit Preußen,

1778 seine Rechte geltend machte u. im Teschner Frieden

1779 für seine Allodial-Ansprüche 6 Millionen Gul-den erhielt, welche während zwölf Jahre in gleichenSummen von 500,000 Gulden jährlich abgetragenwerden sollten. Man kann sich daher über den glanz-vollen Hofund den großen Aufwand, der in Sachsenunter den Churfürsten JohannGeorgdemVier-ten und Friedrich August dem Ersten, der zu-gleich zum Könige von Polen gewählt wurde, nichtwundern, wenn man des Landes Reichthum berück-sichtiget, und die vielen Hülfsmittel, welche der Regie-umg zu Gebote standen, wozu auch willkührlicheE-teuern gehörten, wie z. B. die Kopfsteuer. Daßeine solche Steuer wohl etwas Drückendes für die

Occ. tech. Lvc. Lh. 6l,XV. P